Bad Salzungen Sporttreiben auf Sand unter Auflagen wieder möglich

Die Volleyballerin Lara Sophie Tchadjobo (2.v.r) spielt ihrer Partnerin beim Training auf dem Bad Salzunger Beachplatz die Annahme zu. Foto: Heiko Matz

Auf der Beach-Volleyball-Anlagen in der Region ist wieder Leben eingezogen. Die Frauen und Männer, die dem Volleyballsport im Sand frönen, können hier wieder trainieren.

Bad Salzungen - Seit nunmehr knapp vier Monaten war kein wirklicher Beginn der Volleyball-Beachsaison in Aussicht. Dementsprechend schlecht war es um ein gemeinschaftliches Training bestellt. Dennoch: Die Vorfreude der Mannschaftssportler wuchs nur noch mehr an. Die Athleten des SV Medizin Bad Liebenstein setzten ihr Training in der Zeit des Lockdowns also anders, mittels Konditionsübungen oder, um das Ballgefühl nicht zu verlieren, durch einfachere Übungsformen im eigenen Haushalt, fort.

Besonders die Kinder- und Jugendmannschaften trafen die Einschränkungen des Themas des Jahres 2020 hart. Entsprechend groß war die Wiedersehensfreude. Die U 16- und U 14-Vertretungen der Mediziner, im Winter von den Trainern Christian Wolfram, Antonia Saft, Matthias Kowalski, Bernd Kaufmann und Anne Wilhelm angeleitet, teilen nun die Gruppen weiterhin unter sich auf. So kann wöchentlich jeweils eine Trainingseinheit pro Team mit je zwei Trainern abgesichert werden. Selbstverständlich ist dies unter den aktuellen Bestimmungen mit enormem Mehraufwand verbunden. "Nicht nur die Vorbereitungszeit mit entsprechender Übungsauswahl ist mit einem viel intensiverem Zeitaufwand verbunden, auch die Umsetzung des Trainings verzögert und erschwert sich", meint Trainer Matthias Kowalski. Die mehrfachen Belehrungen, Eintragungen in Teilnehmerbücher, Desinfektionen und das öftere Waschen der vielen kleinen Hände nacheinander rauben der eigentlichen Trainingszeit effektiv Zeit für das Erlernen neuer Fähigkeiten.

Dennoch ist den sportbegeisterten Übungsleitern anzumerken, wie gern sie diesen Aufwand auf sich nehmen, um den Kindern ein Stück weit mehr Normalität und Spaß am Sport zu vermitteln. Nicht umsonst wurde bewusst auf die weiteren Lockerungen gewartet und trotz bereits vorliegender Konzepte bis zum ersten Training der Jugend am 23. Juni gewartet, da deren Bewusstsein und Eigenverantwortung meist noch weniger stark ausgeprägt als bei älteren Sportlern. "Mit diesen, auf Abstand ausgelegte Übungen, war das Training somit ohne ständige Mahnungen möglich. Dennoch hoffen wir, wie gewöhnlich nach dem Ende der Sommerferien den Sportbetrieb in der Halle wiederaufnehmen zu können", beschrieb Bernd Kaufmann die Situation. Den Volleyballenthusiasten aller Altersklassen ist anzumerken, wie sie sich über das rückkehrende Ballgefühl sowie das gemeinschaftliche Beisammensein im Verein freuen, wobei auf Letzteres noch meist verzichtet wird. Besonders den Kindern ist hierbei Anerkennung ob ihres Respekts der Gefahr gegenüber anzuerkennen.

Im Erwachsenenbereich wird vorerst auf Training im herkömmlichen Stil verzichtet. Hier besteht die Möglichkeit zum eigenständigen Ausüben der Sportart und freiem Spielen - selbstredend unter Einhaltung jeglicher Vorgaben, welche von verschiedenen Verbänden und Institutionen veranlasst wurden. So widersprechen sich zwar die Bestrebungen des DVV, TVV, Landessportbund und Thüringer Verordnung nicht, ergänzen sich jedoch in Teilen, was eine gewisse Unübersichtlichkeit schafft. Zudem mussten noch eigene Vereinskonzepte vom Vorstand (federführend bei der Erarbeitung Anne Wilhelm und Alexander Unger) dieser erarbeitet werden, die jeweilige Bedingungen berücksichtigen und alle weiteren Vorgaben einbeziehen.

Um die Beachanlage des SV Medizin Bad Liebenstein in Sportplatznähe instandhalten zu können, waren und sind ständig Pflegearbeiten von Nöten. Jene konnten unter den Auflagen durchgeführt werden, bis schließlich auch ein etwas umfangreicherer Arbeitseinsatz am 13. Juni möglich wurde.

Bald wieder Wettkämpfe

Auch der Start des Wettkampfbetriebs wurde nach hinten verlegt. So beginnen die Turniere im Erwachsenenbereich in Thüringen am heutigen 1. Juli. Auch diese gehen mit Einschränkungen, die sich beispielsweise in einem online-technical-meeting, kontaktloser Siegerehrung, einer Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hinsichtlich der Verpflegung und gesamtheitlich zuschauerfreien Turnieren äußern, einher.

Auch in Bad Salzungen fliegt der Ball wieder mehrmals wöchentlich. Sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich wird seit dem 16. Juni unter erschwerten Auflagen wieder regelmäßig auf Sand trainiert.

Und selbst unter solch drastischen Einschnitten in den Sportleralltag freuen sich die Anhänger des Rückschlagspiels auf ihre kommenden sportlichen Verausgabungen im geliebten Sand.

 
 

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