Sünna - Nach dem ersten Weltkrieg und den turbulenten Folgejahren ging es in Deutschland endlich wieder stabiler zu, und in der Vorder-rhön hatte der Aufschwung der Kaliindustrie daran einen wesentlichen Anteil. Die Bevölkerungszahlen wuchsen, und auch in Sünna wurde das bisherige Schulgebäude zu eng. So sah man sich in der Pflicht und in der Lage, an prominenter Stelle des Dorfes in der Pferdsdorfer Straße 4 eine neue, geräumigere Lernstatt zu errichten, die im Erdgeschoss zwei Klassenräume für die Klassen 1 bis 4 und 5 bis 8 sowie das Lehrerzimmer umfasste. Im Obergeschoss befanden sich für die Lehrer zwei Wohnungen, die auch Küche, Balkon und Bad aufwiesen und damit deutlich über dem damaligen Durchschnittsrhöner Wohnstandard gelegen haben dürften. Aber die Allgemeinheit profitierte auch: Neben einem Werkraum erhielt der Keller Bäder für die Dorfbevölkerung. Die Toiletten befanden sich allerdings noch außer Haus über den Hof.
Bad Salzungen Schule ist innerlich und äußerlich gewachsen
Werner Kaiser 15.04.2019 - 17:06 Uhr