Geisa - Das ehemalige US-Camp Point Alpha ist ein authentischer Ort der Geschichte, die früheren Gefängnisse und die Archive mit den Stasiakten auch. "Es ist wichtig, an authentische Orte zurückzukehren, besonders für die nächste Generation. Geschichte ist hier besser erlebbar", sagte Roland Jahn am Donnerstag beim Podiumsgespräch im "Haus auf der Grenze", Gedenkstätte Point Alpha. Mit ihm diskutierte der Historiker Dr. Henning Pietzsch (Vizedirektor der Point Alpha Stiftung). Die Moderation übernahm Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin der Stasiunterlagenbehörde in Berlin. "Schon der Blick in unsere Archivmagazine ist beeindruckend, vor allem, wenn man sich vorstellt, dass hinter jeder Akte ein menschliches Schicksal steht", meinte Jahn. Der Bundesbeauftragte, Herr über 111 Kilometer Stasiakten, hatte am Nachmittag die Gedenkstätte Point Alpha besichtigt und war beeindruckt. "Solche Orte sind für den Historiker Quellen. Jede Quelle hat ihre Bedeutung und Wichtigkeit", sagte Henning Pietzsch. Point Alpha und die Archive der Stasiunterlagenbehörde (BStU) gehören seiner Meinung nach deshalb zusammen. Wenn demnächst die Dauerausstellung im "Haus auf der Grenze" neu konzipiert wird, sollen die Quellen der BStU stärker einbezogen werden.