Ein Zeppelin mit dem Aufdruck „Linie Friedrichshafen-Salzungen-Memel“, der dicht über dem Salzunger Marktplatz schwebt, drei weiß gewandete Nixen, die im Hautsee bei Dönges baden, der Goethepark mit gepflegten Beeten, Bänken und dem heiß geliebten Kino: In der neuen Ausstellung „Grüße aus Bad SalzungenPostkarten aus verschiedenen Zeiten“, die am Freitagabend im Ausstellungsraum „Domäne“ der Stadt- und Kreisbibliothek mit vielen interessierten Besuchern eröffnet wurde, kann man auf unzähligen Ansichten die reich bebilderte Vergangenheit der Salzstadt und ihrer Ortsteile erkunden. Und dabei viel Interessantes entdecken. Etwa den Burgsee in einer Aufnahme von 1899, mit nur wenig Bebauung und viel freiem Feld im Hintergrund. Oder auch den von außen eher unspektakulär wirkenden Kolonialwarenladen in Langenfeld aus den 1930er Jahren. Dieser verkaufte exklusive Waren wie Kaffee, Tee oder Gewürze aus den fernen Kolonien, was sich meist nur die gut betuchten Einwohner und Kurgäste leisten konnten. „Atme Dich gesund im Staatsbad Salzungen“, empfiehlt eine Postkarte aus DDR-Zeiten, während eine andere Ansicht von der idyllischen „Sommerfrische Frauensee“ schwärmt.