Bad Salzungen Kurstadt setzt auf E-Autos

Mit insgesamt acht Elektro-Autos sowie zwei E-Bikes setzt die Stadt Bad Salzungen verstärkt auf Elektromobilität. Foto: Heiko Matz

Die Stadt Bad Salzungen geht mit gutem Beispiel voran und setzt verstärkt auf E-Mobilität. In diesem Jahr wurde die „weiße Flotte“ um vier weitere E-Autos ergänzt.

Bad Salzungen - Acht Elektro-Autos sowie zwei E-Bikes gehören inzwischen zum Fuhrpark der Stadtverwaltung Bad Salzungen. „Als moderne und innovative Stadtverwaltung gehen wir auch bei der Entwicklung der Elektromobilität mit“, erklärt Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler), als man dieser Tage die erweiterte Elektro-Flotte präsentierte. In diesem Jahr sind zu den bereits vorhandenen beiden Renaults, drei VWs, zwei E-Bikes drei neue Renaults für den Bauhof hinzugekommen. Genutzt hat man bei der nicht ganz billigen Anschaffung die Förderung durch den Freistaat mit 30 Prozent. „Ansonsten wäre das wirtschaftlich nicht vertretbar“, räumt Klaus Bohl ein. Für die Kurstadt, in der Patienten mit Atemwegserkrankungen behandelt werden, sei saubere Luft existenziell. „Wir sind auf die gesunde Luft angewiesen.“ Deshalb wolle man bezüglich der Elektromobilität, die für saubere Luft in der Stadt sorge, mit gutem Beispiel vorangehen und Vorbild für Bürger, aber auch Firmen sein.

2013 wurde das erste Elektroauto angeschafft, 2014 folgten der kleine Renault Twizy, dann zwei E-Bikes und in den letzten beiden Jahren drei Volkswagen und zwei Renaults. Die beiden neuesten Autos stehen dem Bauhof zur Verfügung und werden vorrangig von den beiden Baumkontrolleuren genutzt. Im Bereich der Nutzfahrzeuge für den Bauhof muss man derzeit noch auf herkömmliche Antriebsarten setzen. Aber auch hier verfolgt man die Entwicklung. „Wir schauen uns immer auf der Demo-Park-Messe in Eisenach die neuesten Modelle an“, berichtet Bauhofleiter Stephan Schulz. Zugeschlagen wird aber erst, wenn ein Nutzfahrzeug die Serienreife erreicht hat. Parallel zum Aufbau der Elektro-Flotte verfolgt die Stadt gemeinsam mit Werraenergie und TEAG den weiteren Ausbau des Stromnetzes. So habe man im Wohngebiet „An den Beeten“ gerade für eine neue Verkabelung und eine neue Trafostation gesorgt. Das reicht dann perspektivisch auch für weitere Ladestationen. Mit dem frühen Ausbau der Elektromobilität leiste die Stadt Bad Salzungen „Pionierarbeit“ für den Schutz des Klimas.

„Wir sind stolz darauf, im Bereich der Elektromobilität von Anfang an dabei zu sein“, betont der Bürgermeister. Und nach anfänglicher Skepsis würden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gerne mit den leisen Autos fahren. Das bestätigt Baumkontrolleur Mario Wetzel: „Ich komme wirklich gut von A nach B.“

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