Bad Salzungen Hundesteuer steigt auf 60 Euro

In Bad Salzungen gibt es aktuell rund 1800 angemeldete Hunde. Foto: dpa

Die Stadt Bad Salzungen hebt zum 1. Januar die Hundesteuer pro Jahr von 40 auf 60 Euro an. Gefährliche Hunde kosten weiterhin 600 Euro. Die neue Satzung gilt in allen Ortsteilen.

Bad Salzungen - Eine gleiche Steuer für alle – diesem Grundsatz folgend hat der Bad Salzunger Stadtrat die Satzung über die Erhebung einer Hundesteuer überarbeitet und angepasst. Ab 1. Januar gilt sie für die gesamte Gemarkung der Stadt und die knapp 1800 angemeldeten Hunde.

Zuletzt erhöht wurde die Hundesteuer vor rund zehn Jahren von 25 auf 40 Euro. Für einen Zweithund wurde die Steuer auf 100 Euro festgelegt, für gefährliche Hunde auf 600 Euro. Bei der Findung des neuen Steuersatzes hat sich die Verwaltung in Mittelzentren umgeschaut. „Da ist uns aufgefallen, dass die Sätze in anderen Städten teilweise um das Doppelte über denen von Bad Salzungen liegen“, sagte Hannes Knott(CDU), hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Bad Salzungen. In Eisenach sind es 84 Euro, in Schmalkalden 80 Euro und in Meiningen 90 Euro. Zudem habe sich herauskristallisiert, dass sich die gewünschte Steuerungswirkung durch die Erhebung eines höheren Betrages für Zweit- und Dritthunde nicht eingestellt hat. „Deshalb haben wir überlegt, ob diese Staffelung überhaupt noch Sinn macht.“ Man sei zu der Überzeugung gekommen, dass man dieses Instrument auch wegen des großen Anteils ländlichen Raums nicht mehr brauche.

Befreit von der Hundesteuer sind Tiere, die ausschließlich zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen oder danach aufgrund alters- oder krankheitsbedingter Aussonderung in Pflege gehalten werden. Außerdem Hunde von Hilfsorganisationen, Rettungshunde sowie Vierbeiner von Blinden, Tauben oder Schwerhörigen. Wer sich für einen Tierschutz-Hund entscheidet, kommt in den Genuss von einem Jahr Beitragsbefreiung.

Ermäßigungen gibt es für Hunde, die von Forstbediensteten, Berufsjägern oder Inhabern eines Jagdscheines für die Jagd oder den Jagd- und Forstschutz gehalten werden, sowie für Tiere, die eine jagdrechtliche Prüfung abgelegt haben. Hundehalter, die einen „Bad Salzunger Hundeführerschein“ oder einen Hundeführerschein des Verbandes für das deutsche Hundewesen vorlegen können, zahlen ebenfalls nur die Hälfte der Steuer.

Beginnt oder endet eine Hundehaltung während des Jahres, so wird die Steuer nur anteilig für die entsprechenden Monate erhoben. Die Zahlweise wird auf jährlich umgestellt. Für das nächste Jahr rechnet die Verwaltung mit einer Hundessteuereinnahme von rund 104 000 Euro.

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