Bad Salzungen Glimpflich davongekommen

Vergleichsweise glimpflich ist Bad Salzungen durch den Sturm gekommen. Gut zu tun hatten die Feuerwehren trotzdem.

Bad Salzungen/Immelborn - Das Bad Salzunger Stadtgebiet ist einigermaßen glimpflich durch den heftigen Sturm gekommen. Zwar hat es in der Nacht zum Samstag kräftig geweht, zu größeren Schäden kam es aber nicht. Die Bad Salzunger Feuerwehr hatte sich gut vorbereitet. 30 Kameraden hielten am Freitagabend Stellung im Feuerwehrgerätehaus, um bei Notrufen sofort ausrücken zu können. „Der erste Einsatz kam kurz vor 19 Uhr“, berichtet Wehrleiter André Denner. Auf dem Parkplatz des Herkulesmarktes hatten die orkanartigen Böen einige ausgestellte Gartenhütten umgeweht. Weiter ging es im Stadtgebiet, wo es Ziegel von Dächern gerissen hatte.

Nach der Werbung weiterlesen

Am Burgsee und im Rathenaupark kippten Bauzäune um. Auch große Bäume wurden Opfer des Sturms. Einer davon war sogar im Burgsee gelandet. „Weil von ihm keine Gefahr ausging, mussten wir erst einmal nicht eingreifen“, so André Denner. Gegen 22.30 Uhr ebbten die Alarmierungen ab, da konnte der Bereitschaftsdienst aufgehoben werden.

In Frauensee allerdings gingen die Einsätze bis in die Morgenstunden. Hier mussten sich die Kameraden um umgestürzte Bäume kümmern.

„Die meisten Schäden wurden erst am Samstagmorgen sichtbar“, berichtet der Wehrleiter. Da wurden die Kameraden der Ortsteil-Feuerwehren – unter anderem Tiefenort, Kupfersuhl und Ettenhausen – zu Einsätzen gerufen, um Bäume zu beseitigen. „Insgesamt sind wir glimpflich durch den Sturm gekommen“, schätzt André Denner ein. Im Wohngebiet „An den Beeten“ in Bad Salzungen mussten die Zuwegungen und Kindergarten und zum Gymnasium von Bäumen und Ästen beräumt werden.

Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler) ist froh, dass der Sturm keine ernsthaften Schäden hinterlassen hat. Den städtischen Baumkontrolleur wird er aber beauftragen, zu prüfen, ob die am Burgsee und im Rathenaupark umgestürzten Bäume krank waren. Am Burgsee kann man anhand des verbliebenen Stumpfes schon sehen, dass der Baum nicht mehr gesund war.

In Immelborn mussten die Kameraden ebenfalls ausrücken, unter anderem um die Verbindungsstraße Immelborn-Übelroda von Bäumen zu befreien. Dabei wurden sie von Anwohnern tatkräftig unterstützt. Parallel dazu komplettierten einige Feuerwehrmänner das Kirchendach, von dem sich einige Ziegel gelöst hatten