Bad Salzungen/Eisenach - Ein überraschendes Ergebnis nach dem Hickhack der vergangenen Monate - ein mit großer Mehrheit gefasster Beschluss zum Zukunftsvertrag zur freiwilligen Fusion der kreisfreien Stadt Eisenach mit dem Wartburgkreis erschien noch vor einer Woche illusorisch, und schon gar nicht einstimmig. Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt hatten die Mitglieder heftig über zwei Anträge gestritten, die Stimmung war von Vorwürfen und Misstrauen geprägt. "Ich vermisse das Wir", hatte Sandra Peschke (Linke) kritisiert. In der Stadtratssitzung am Dienstagabend schien das "Wir" vorzuherrschen, und es war viel von Miteinander, Kompromissbereitschaft und Vertrauen die Rede. Die Fusion wird zwar weiterhin von einigen Abgeordneten skeptisch gesehen, insbesondere da Eisenach nicht Kreisstadt wird, aber angesichts der prekären Haushaltslage der Wartburgstadt waren sich alle einig, dass es keinen anderen Weg gibt.