Merkers - Whisky als Getränk der eigensinnigen schottischen Highlander oder der Revolverhelden mit höchster Treffsicherheit bei 3,8 auf dem Kessel - das war einmal. Inzwischen ist hierzulande die Nachfrage deutlich gestiegen. Das freut die Importeure, aber auch einheimische Hersteller haben ein Betätigungsfeld für sich entdeckt. Darunter sind nicht wenige, deren berufliches und unternehmerisches Interesse ohnehin einem guten Tropfen gilt. Einer von ihnen ist Martin Mößlein, Juniorchef des Weingutes Mößlein im unterfränkischen Zeilitzheim, und durch ihn entstand eine besondere Verbindung zwischen dem Weindörfchen im Kreis Schweinfurt und dem rund 150 Kilometer entfernten Merkers. Auslöser war sein Besuch im "Erlebnis Bergwerk". "Was passiert mit einem Whisky, der in 600 Metern Tiefe bei 25° Celsius und einer geringen Luftfeuchtigkeit von etwa 30 Prozent über mehrere Jahre in einem ehemaligen Kalibergwerk reift?", fragte er sich.