Barchfeld - In der Nürnberger Straße, gleich vor der Friedenseiche in Barchfeld, wird das monoton graue Pflaster nun von vier goldenen Steinen durchbrochen. Hier stand einst das Haus Nummer 42. Auf jedem der Steine steht jeweils ein Name: Robert Wolf, Karl Wolf, Gertrud Wolf, Bertel Else Wolf. Die Steine sind "Stolpersteine", die niemanden zum Stürzen bringen sollen, sondern zum Innehalten, Nachdenken, Erinnern - Mahnen. Die Menschen, deren Namen auf den vier Steinen verewigt sind, sind Barchfelder Bürger gewesen. Juden. Drei von ihnen, Robert, Karl und Gertrud Wolf haben die Verfolgung durch die Nazis nicht überlebt. Bertel Else Wolf konnte fliehen, schaffte es in die Schweiz und später nach Israel. Ihr Sohn Dany Aharon war dabei, als Künstler Gunter Demnig die Steine in der Erde versenkte.