Bad Liebenstein - Es ist reiner Zufall, dass Jinwen Li-Klawiter vor einigen Monaten auf das seit 2002 leer stehende Bad Liebensteiner Krankenhaus aufmerksam wurde. "Ein Freund aus Bad Salzungen hat mir davon erzählt", berichtet die im nordrhein-westfälischen Hennef lebende Chinesin. Das denkmalgeschützte Gebäude und die gesamte Kurstadt haben ihr sofort gefallen. "Nicht nur wegen des chinesischen Häuschens im Altensteiner Park", sagt die Unternehmerin und lacht. Sie sehe hier sehr gute Voraussetzungen, um ihre Pläne zu verwirklichen und habe sich intensiv mit der Stadt befasst. Jinwen Li-Klawiter möchte in dem Gebäude eine Sprachschule aufbauen. Hier sollen junge Chinesen, die zum Beispiel in Deutschland studieren wollen, Deutsch lernen. Fehlende Sprachkenntnisse seien häufig ein Problem für ihre Landsleute, weiß die Chinesin, die seit 1998 in Deutschland lebt. Auch sie sei damals als Studentin hierher gekommen und ist der Liebe wegen geblieben. Neben der Sprachschule mit Internat soll das Haus auch für die Bevölkerung geöffnet werden. So sei angedacht, dass Deutsche hier künftig auch Chinesisch lernen können, wünscht sich die Unternehmerin.