Der Bad Liebensteiner Friedhof ist ein Ort persönlicher Trauer, aber auch ein Raum kollektiven Gedenkens. Neben privaten Grabstätten finden sich hier Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Gräber von Zwangsarbeitern. Beide Anlagen erinnern an die Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewalt. Sie sind nicht nur ein historisches Zeugnis, sondern auch eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft. Mehr als 100 bekannte und sechs unbekannte Kriegstote ruhen auf dem Kriegsgräberfeld oberhalb der Trauerhalle. Quadratische in den Rasen eingelassene Grabplatten erinnern heute mit Namen und Lebensdaten an jene, die vor über 80 Jahren für einen Krieg ihr Leben ließen, der von Deutschland ausging. Nicht weit davon entfernt ragt ein obeliskartiger Grabstein mehrere Meter in die Höhe. Auf ihm sind 18 namentlich bekannte und fünf unbekannte sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, auch Kinder, vermerkt, die während des Zweiten Weltkriegs in Bad Liebenstein den Tod und ihre letzte Ruhe fanden. Sie sind rund um den Grabstein bestattet.
Bad Liebenstein Beeindruckt vom Engagement der Soldaten
Redaktion 28.05.2025 - 14:00 Uhr