„Jeder macht besonders in dieser Zeit seine Türe zu, wir machen sie weit auf“, sagt Olaf Luge einen Satz, der eigentlich auch Credo seines Vermieters ist. Der Suhler wohnt in der Aue I und gehörte mit Nachbarn und mitunter längst Freunden zu jenen, die am vergangenen Samstagnachmittag der Einladung der AWG zum Wohngebietsfest zwischen den Wohnblöcken folgten. Pavillons und Biertische waren hier aufgebaut, ebenso eine Versorgungsstrecke sowie eine Bastel- und Tattoo-Ecke für die jüngsten Besucher. Prächtig die Stimmung an den Tischen, wo Gespräche schnell in Gang kamen. Die Freude war bei manchem Gast groß, mit dem Nachbarn, der eigentlich gleich nebenan wohnt, endlich einmal wieder einen Plausch zu halten. Alle emsig umsorgt von einem AWG-Team, das in seiner Freizeit für reichlich Gebrutzeltes und Getränke sorgte. Mittendrin der Vorstandsvorsitzende Frank Brösicke. „Seit den 1990-er Jahren laden wir an den verschiedenen Wohnstandorten zu den Festen ein“, sagt er. Er findet es wichtig, dass sich die Mitglieder treffen können, alle miteinander ins Gespräch kommen. „So sind auch wir nah an ihnen und so mancher kleinen Sorge, die auf kurzem Weg gleich vor Ort geklärt werden kann“, beschreibt er den positiven Effekt neben dem gelebten Miteinander, das ebenfalls zu den Grundideen einer Genossenschaft gehört.