Autorennsport Der Wümbacher Autorennfahrer Kim-Luis Schramm fährt auf dem Nürburgring

Nächtliches Nürburgring-Flair: Diese Aufnahme zeigt die Goodyear-Kehre des Grand-Prix-Kurses während des 24-Stunden-Rennens von 2018. Foto: /Thorsten Horn

Der Wümbacher Autorennfahrer Kim-Luis Schramm bestreitet am Wochenende auf dem Nürburgring sein fünftes dortiges 24-Stunden-Rennen.

Ilmenau-Wümbach - Mit sieben Rennen zur ADAC GT-Masters-Serie, fünf Läufen zur GT-World-Challenge-Europe und zwei Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) hat der Wümbacher Autorennfahrer Kim-Luis Schramm auch in diesem Jahr gut zu tun. Am jetzigen Fronleichnam-Wochenende kommt ein weiteres Rennen dazu, das für den 23-Jährigen sogar das Saisonhighlight 2021 schlechthin werden kann: Auf dem Nürburgring steht das 49. ADAC TOTAL 24-Stunden-Rennen an, und Kim-Luis Schramm hat gute Karten, auch hier gut abzuschneiden.

„Es stimmt. Ich war zwar während der zwei eigentlich für mich geplanten Vorbereitungsrennen zwei Wochen außer Gefecht wegen einer leicht verlaufenen Corona-Infektion. Doch mein Einsatzteam Phoenix Racing fuhr trotzdem und dabei jeweils auf Platz drei, und von daher sind wir sehr motiviert. Es gehört freilich auch immer viel Glück dazu. Aber wenn alles einigermaßen planmäßig läuft, könnten wir auch auf dem Nürburgring Kandidaten fürs Podest sein“, frohlockt er bereits im Vorfeld. Angesichts der vielen möglichen Unwägbarkeiten gibt er als Ziel ohne Umschweife die Top 5 aus. „Aber wie gesagt, vielleicht fahren wir ja auch ums Podium mit.“

Ausgefahren wird das Rennen in der Eifel auf der kombinierten Nürburgring-Strecke des Grand-Prix-Kurses mit der altehrwürdigen, legendären Nordschleife. Das Team Phoenix Racing, für das Kim-Luis Schramm dabei fährt, ist in Meuspath unmittelbar an der Rennstrecke beheimatet. Zum vierköpfigen Fahrerteam gehören neben dem Wümbacher noch der Italiener Michele Beretta, der Däne Nicky Thiim und der erfahrene Frank Stippler aus Bad Münstereifel.

Gefahren wird in der Top-Klasse SP 9 (FIA GT3), und in dieser tummeln sich nicht weniger als 35 der leistungsstärksten und schnellsten Boliden, die nicht nur um den Klassen-, sondern vor allem auch um den Gesamtsieg kämpfen. Das Team Phoenix fährt dabei einen Audi R8 LMS – das ist ein Kim-Luis Schramm wohlbekanntes Auto, sodass von dieser Seite keine Gefahr droht.

Das größere Problem besteht bei einem Rennen, das zweimal rund um die (Analog-)Uhr geht, für einen Fahrer darin, nahezu die ganze Zeit einsatzbereit zu sein. „Wenn man da auf drei Stunden Schlaf insgesamt kommt, ist das schon viel. Nach jedem Turn hat man mit dem Teamchef und den Technikern was zu besprechen. Und wenn man dann wieder dran ist, braucht man ungefähr eineinhalb Stunden Vorlauf“, gewährt Kim-Luis Schramm einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Tortur, die durch Doppelstints (Rennabschnitte zwischen zwei Boxenstopps) in der Nacht mitunter zu lindern versucht wird.

Das diesjährige 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wird bereits das siebente dieser Art für Kim-Luis Schramm sein. „Ich bin bisher vier 24er auf dem Nürburgring gefahren. Davon zwei auf einem GT3-Auto und zuvor zwei auf kleineren Autos.“ Zwei weitere bestritt der Ilmenauer im belgischen Spa-Francorchamps.

Wie kürzlich bekannt wurde, werden dank eines umfangreichen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes pro Tag bis zu 10 000 getestete, geimpfte oder genesene Zuschauer auf den Tribünen der Grand-Prix-Strecke zugelassen. Natürlich gab es daraufhin einen regelrechten Run auf die Tickets. Während die Wochenendkarten schnell vergriffen waren sind für einzelne Tage noch Restkarten erhältlich (www.nuerburgring.de).

Neben dem 24-Stunden-Rennen sind die zwei Rennen zum FIA World Touring Car Cup am Samstagvormittag wichtige Eckpfeiler der Veranstaltung. Diese beginnen schon am Donnerstag mit den Trainingsläufen, die am Freitag fortgesetzt werden. Ebenfalls am Freitag gibt es schon erste Rennen der weiteren Rahmenklassen. Das 24-Stunden-Rennen wird am Samstag, 15.30 Uhr, starten und ist im TV auf NITRO live und in voller Länge zu erleben.

 

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