„Die wollen uns loswerden, wie die Mutter ein ungeliebtes Kind.“ Ob denn die Tageszeitung es schon spitzbekommen habe, was da eigentlich los ist bei „Mann und Hummel“, fragt der Mann am Lesertelefon. Seinen Namen wolle er bitte nicht in der Zeitung lesen. Natürlich mag sich der Anrufer nicht etwaig fürs „Durchstechen“ von Betriebsinterna von seinem Arbeitgeber auf Mann ziehen lassen. Doch umgekehrt ärgere er sich über fehlende Transparenz und Klarheit bei einem Szenario, das er längst für beschlossen und besiegelt hält, den mutmaßlichen Verkauf des Sonneberger Werks im Doppelpack mit einem weiteren westeuropäischen Standort an einen Investor. „Noch heuer.“ Im Buschfunk mache dieses Gerücht jedenfalls seit Langem die Runde: „Ein offenes Geheimnis. Da kann man wirklich jeden fragen.“
Automobil-Zulieferer Die „Mutter“ mag sich nicht recht in die Karten schauen lassen
Andreas Beer 28.04.2022 - 16:44 Uhr