Automeile Schleusingen Viele PS, aber wenige Besucher

Die Automeile am Wochenende in Schleusingen hatte nicht nur die neuesten Modelle aufgefahren, sondern auch ein paar schmucke Oldtimer – manche sogar Marke Eigenbau.

Schleusingen - Am Samstag nach der fulminanten Slusia-Night mag sich die Brunnenjungfer am Schleusinger Markt gewundert haben. Schicke neue Autos, Motorräder einige Traktoren, sogar ein großes Wohnmobil aber recht wenige Menschen. „Wahrscheinlich sind es die Schleusinger nicht mehr gewohnt, dass zwei Tage hintereinander was los ist“, scherzt André Zetzmann von der Initiative Stadtmarketing.

Die hat in und an der Marktbude für Essen und Trinken gesorgt, nur so richtig Bedarf ist nicht an diesem Tag. Auch die Geschäfte, die den ganzen Nachmittag öffnen wollten am zweiten Tag der Heimatschoppen-Woche warten vergebens auf Kundenströme, obwohl es überall Sonderaktionen und Rabatte gibt. Die Schleusinger Autohäuser bis auf eines, das in letzter Minute abgesagt hatte, haben eine Auswahl ihrer neueren Modelle präsentiert. Mit allen Varianten ihrer Fahrschul-Fahrzeuge ist die Firma Dobberkau präsent. „Wir bilden in allen Klassen aus“, erklärt Fahrlehrer Patrick Dressel, vom Motorrad bis zum Lkw-Führerschein.“

In seiner Nachbarschaft sind die Schrauber- und Schlepperfreunde Henneberger Land vertreten. Uwe und Manfred haben sich allerdings mehr Teilnehmer erhofft. „Wir sind seit zwölf Uhr mit drei Fahrzeugen hier“, sagt Uwe Rexhäuser,“ aber eigentlich hatten sich zehn Teilnehmer angekündigt“, ist er enttäuscht. Dennoch lässt der den Eigenbau seines Vaters mit dem Deutz-Motor von 1932 an und der Markt atmet diese besondere Luft.

Davon lässt sich Frank Benecke nicht aus der Ruhe bringen und erklärt einem Besucher das Reisewohnmobil, das er mit nach Schleusingen gebracht hat. Der Wahl-Zella-Mehliser hat den Hype des Reisens mit fahrbaren Wohnungen frühzeitig erkannt und bietet am Zella-Mehliser Bahnhof mittlerweile die größte Wohnmobil-Auswahl in Südthüringen an. 25 seiner größeren und kleineren Mobile sind da zu sehen. „Die meisten werden gemietet“, sagt er. Aber er verkaufe auch.

Gegen 16 Uhr treffen die Teilnehmer der ADMV-Meisterschaft nacheinander im Ziel ein, stellen ihre Motorräder ab, holen sich was zu Essen. Und danach geht der zweite Heimatshoppen-Tag bei bestem Wetter zu Ende. Ina Spanaus in der Bertholdstraße, die Vize-Vorsitzende der Initiative Stadtmarketing, lässt ihren Laden offen und sieht die geringe Resonanz auf die Automeile gelassen. „So etwas muss wachsen und sich einspielen, beim nächsten Mal wird‘s sicher besser.“

 

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