Mit einem riesigen Schlüssel öffnet Dieter Engel die Tür zum Inneren der Haseltalbrücke. Drinnen ist es stockdunkel. Bis er schließlich den Lichtschalter betätigt. Alle paar Meter leuchtet eine Lampe auf. Spätestens nach sechs Stunden, so berichtet er, schalten sie automatisch aus. So lange wird er sowieso nicht bleiben. An diesem Tag nimmt er Abschied von einer Aufgabe, die ihm ans Herz gewachsen ist. In den zurückliegenden zehn Jahren hat er regelmäßig Führungen durch den gewaltigen Stahlkörper dieser 845 Meter langen Brücke geleitet.