Sengende Hitze hing im Dezember 2019 über Kangaroo Island. Es war ein ungewöhnlich heißer Sommer für die Insel, die nur das Südpolarmeer von der Antarktis trennt. Als am 20. Dezember 2019 Blitzeinschläge zunächst Brände an der Nord- und Nordostküste der Insel entzündeten, startete die bisher schlimmste Feuerkatastrophe der Insel. Zehn Tage später erreichten die Flammen den berühmten Flinders-Chase-Nationalpark auf der Insel. Letztendlich sollten die Brände über mehrere Wochen wüten und mehr als 210 000 Hektar Land, fast die Hälfte der Insel, zerstören. Wälder, Farmen und Häuser gingen in Flammen auf, Zehntausende Nutztiere und auch zwei Menschen starben. Von den geschätzten 50 000 Koalas kamen vermutlich zwei Drittel ums Leben. „Wir hatten damals sogar eine Überpopulation an Koalas“, berichtet eine Rangerin im Flinders-Chase-Nationalpark. Einige seien bereits sterilisiert worden. Doch dann seien die Feuer gekommen und tausende Koalas gestorben.