Ausstellung Trautmann (zunächst) ohne Publikum

Jens und Mirco Robus mit einem Aufsteller der Bernd-Trautmann-Ausstellung. Foto: /Wolfgang Benkert

Am kommenden Sonntag wird die Ausstellung über den bekannten Fußballer und Welttorhüter Bernd Trautmann im Eisstadion Brotterode eröffnet, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Brotterode-Trusetal - Die Eröffnung ist im Brotteröder Eisstadion, aber gezeigt werden die Schautafeln mit Zeitzeugnissen aus dem Leben des Welttorhüters Bernd Trautmann im Foyer des Rathauses von Brotterode-Trusetal. Wenige Tage vor dem Ausstellungsstart brachten die Initiatoren Jens und Mirco Robus die Tafeln in Position. „Der Aufbau lief reibungslos – auch unter Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln. Wir hatten die Unterstützung des Hausmeisters der Stadtverwaltung Brotterode-Trusetal. Vielen Dank dafür“, sagte der Unternehmer und Bergdorf-EM-Club-Inhaber Jens Robus.

Er und sein Bruder Mirco sind ein eingespieltes Team. Das stellen die beiden Trusetaler auch regelmäßig in der Organisation des Talk-im-Thüringer-Wald-Bergdorf-EM-Clubs unter Beweis. Die nächste Folge der Online-Gesprächsreihe ist eine Sonderausgabe. Denn für diese begibt sich der Bergdorf-EM-Club passenderweise in das Eisstadion der Bergstadt Brotterode. Der oft gewählte Ausspruch „Sport verbindet“ wird bei dieser Gelegenheit in die Tat umgesetzt. Zwei der 14 Tafeln zum Leben des großen Sportlers Trautmann kommen dort am 24. Januar 2021, 15 Uhr, zum Einsatz, wenn es heißt „Fußball trifft Wintersport“. Hat sich doch Joachim Lesser vom Wintersportverein Brotterode in Absprache mit Vorstand und der Eissportsektion bereit erklärt, für die Eröffnung das Eisstadion am Burgberg zur Verfügung zu stellen. „Das war natürlich anders geplant und die Einladungen zur Eröffnung waren schon verschickt. Dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte Mirco Robus. „Doch wir haben eine AHA-konforme Lösung gefunden, sodass auch so die Welt erfährt, was der Thüringer Wald zu bieten hat.“

Im Januar wird die Ausstellung im Trusetaler Rathaus zunächst nicht zugänglich sein. Danach kann entsprechend der Möglichkeiten Bürgermeister Kay Goßmann den Zugang für die Öffentlichkeit herstellen – auch wenn es noch nicht den gewohnten Publikumsverkehr geben sollte. Denn Goßmann, der Schirmherr der Bernd-Trautmann-Ausstellung ist, hatte unter den Bedingungen, wie sie Anfang Dezember 2020 herrschten, zugesagt, im eingeschränkten Publikumsverkehr den Zugang zur Ausstellung „individuell im 45-Minuten-Takt nach Anmeldung“ herzustellen. „Das ist denkbar,“ so der Stadtchef. So sei es dem Bergdorf-EM-Club gelungen, auch in schwierigen Zeiten für die Sportstadt im Thüringer Wald einzustehen und Worten Taten folgen zu lassen. Ganz im Sinne des Mottos der Deutschen Bergdorf-Nationalmannschaft: Ein Ziel. Ein Weg. Ein Team, sagte Robus.

Die dreifache Anna

Wenn die Bert-Trautmann-Ausstellung Mitte April vom Thüringer Wald nach Dresden „übersiedelt“, wird Anna Seidel, Deutschlands beste Shorttrackerin und Athletensprecherin in der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) die Schirmherrschaft über diese Ausstellung übernehmen. „Sehr, sehr gerne. Da würde ich mich sehr geehrt fühlen“, hatte die sympathische 22-jährige Weltklassesportlerin in der 6. Folge des TiT-Bergdorf-EM-Clubs Anfang Januar erklärt.

„Das ist eine schöne Überraschung“, meinte Mirco Robus, der der Sächsin die Schirmherrschaft angetragen hatte.

Mit Blick auf die herausragende Lebensleistung Bernd Trautmanns hinsichtlich der Deutsch-Britischen-Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg sagt die junge Dresdnerin in ihrer fröhlichen, weltoffenen Art: „Ob ich an ihn herankomme, was die ganze Vereinigung angeht, wird wahrscheinlich schwierig. So ein bisschen kann ich ja auch von unserem Sport berichten, wie da diese länderübergreifenden Freundschaften teilweise entstehen und wie wir Sportler alle trotzdem eine große Familie sind.“

Anna Seidel liegt es, die Dinge ohne Umschweife auf den Punkt zu bringen. Nicht nur deshalb ist sie wohl die beste Besetzung für die Aufgabe der Athletensprecherin in der DESG. Die Sächsische Zeitung schrieb diesbezüglich zeitgleich zu ihrer EM-Nominierung: „Sie ist zweifellos das Gesicht ihrer Sportart in Deutschland. Shorttrack definiert sich hierzulande vor allem über Anna Seidel.“ DESG-Präsident Matthias Große, gebürtiger Südthüringer und Wahl-Berliner, betonte in einem Telefonat mit Mirco Robus, dass sich die Athleten für Anna Seidel entschieden haben. „Nicht alle. Aber es jedem recht zu machen, gelingt sowieso nicht“, so Große. Fakt ist: Die DESG gewinnt mit der Dresdnerin an Sympathie und Aufmerksamkeit. Und wenn Anna Seidel bei der Shorttrack-EM (22. bis 24. Januar) einen Platz auf dem Podium erreicht, wird es ein Erfolg auf ganzer Linie.

 
 

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