Houston
In der texanischen Stadt sind im Zentrum immer wieder Fahnen der WM-Teilnehmer zu sehen, in den Bars und Restaurants treffen sich die reisenden Fans aus unterschiedlichsten Nationen. Durch die Größe der Millionenstadt verläuft sich aber vieles - den Höhepunkt erreicht die WM-Stimmung erst zu den Spielen am Stadion im Süden. Großereignisse sind Houston allerdings auch alles andere als fremd - nicht nur im Sport. Die Houston Livestock Show and Rodeo ist eigenen Angaben zufolge die größte Viehschau der Welt.
Kansas City
Die Stadt im mittleren Westen bezeichnet sich selbst als Hauptstadt des Fußballs in den USA. Und bislang liefert KC. Zum ersten Spiel der Argentinier verwandelten rund 40.000 Fans von Messi und Co. die Stadt in eine riesige Partymeile. Zentrale Orte der Feierlichkeiten sind das Fan-Festival am National WWI Museum und der P&L District mit unzähligen Bars und Restaurants. Da in Argentinien, England, den Niederlanden und Algerien gleich vier Teams ihr Quartier in Kansas City aufgeschlagen haben, lebt der Fußball auch an den Tagen ohne WM-Spiel in KC.
Los Angeles/Inglewood
Erst Co-Gastgeber USA zum Auftakt, dann in Iran mit der riesigen Community in Südkalifornien erneut ein Team mit vielen Fans in der Gegend: Im hochmodernen Stadion in Inglewood herrschte bei dieser WM bislang hervorragende Stimmung - nach US-Verhaltensmuster. Gesänge unabhängig vom Spielverlauf lieferten nur die Anhänger von Bosnien-Herzegowina, ansonsten waren Schreie, Jubel und Lärm vom Verlauf der Spiele abhängig - die allerdings viel zu bieten hatten. In der Metropolregion Los Angeles selbst gibt es Public Viewings mit ordentlichem Zulauf, im Stadtbild findet sich die WM kaum.
Miami
Knapp sechs Millionen Menschen mit einem lateinamerikanischen Hintergrund leben in Florida. Sie machen damit mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Bundesstaats aus. In Miami ist die Fußball-Begeisterung deshalb von jeher größer als in anderen Großstädten der USA. Und deshalb sind die Straßen der Stadt auch an Nicht-Spieltagen voll mit Menschen, die ein Trikot Kolumbiens, Mexikos, Uruguays oder Paraguays tragen. Die WM ist sehr präsent im Stadtbild. Und Miami hatte auch Glück bei der Auslosung: Uruguay, Brasilien, Kolumbien und im Falle des Gruppensiegs auch Argentinien tragen hier mindestens ein Spiel aus.
Philadelphia
Zigtausende Ecuador-Fans unterstützten ihr Team beim Auftaktspiel gegen die Elfenbeinküste. Auch rund um den Auftritt der Brasilianer herrschte große Begeisterung in der Stadt. Schon als der Rekordweltmeister am Vortag der Partie gegen Haiti sein Hotel erreichte, wurde er euphorisch empfangen. In vielen Bars laufen die Spiele im Fernsehen, in den Straßen sind Fans in Trikots zu sehen. Er interessiere sich sonst nicht so sehr für Fußball, aber diese Atmosphäre jetzt wolle er schon aufsaugen, sagt ein Mann in einer Kneipe.
San Francisco/Santa Clara
Mit gleich zwei Einheizern und lauter Beschallung geben sich die Veranstalter alle Mühe, die Stimmung anzufachen. Abgesehen von sportlichen Highlight-Szenen wird es vor allem vor den Spielen, in der Halbzeit und in den Trinkpausen laut, wenn die Fans auf den Leinwänden gezeigt werden, tanzen und winken. Zudem fielen die zahlreichen jordanischen Fans auf. Sie feierten gegen Österreich das erste WM-Spiel ihrer Geschichte ausgelassen.
Seattle
Was sich bei Belgien und Ägypten noch etwas schleppend anließ, resultierte beim zweiten Spiel des Gastgebers in Euphorie. Schon Stunden vor dem 2:0 der USA über Australien trafen sich tausende Fans beider Teams rund um das Stadion und feierten gemeinsam ein Fußball-Fest. Das Vor-Ort-Studio des Senders Fox Sports säumten später zahlreiche euphorische US-Fans. Als die US-Hymne abgespielt war, flogen Hubschrauber unmittelbar über dem Stadion. In der Arena ertönten nach dem Erfolg Klassiker wie "Livin’ on a Prayer" von Bon Jovi oder "Take Me Home, Country Roads" von John Denver.