Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie gewährt am kommenden Freitag (14. März) ab 15 Uhr Einblicke in seine aktuelle Ausgrabungsstätte bei Jüchsen. Dort wurde eine spektakuläre Entdeckung gemacht.
Bei Ausgrabungen in der Wüstung Aroldshausen bei Jüchsen haben Archäologen Spuren einer alten Kirche entdeckt. Die Ausgrabungsstätte wird jetzt öffentlich vorgestellt.
Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie gewährt am kommenden Freitag (14. März) ab 15 Uhr Einblicke in seine aktuelle Ausgrabungsstätte bei Jüchsen. Dort wurde eine spektakuläre Entdeckung gemacht.
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Seit September 2024 finden in der Wüstung Aroldshausen bei Jüchsen archäologische Ausgrabungen im Zuge der Errichtung von drei Windkrafträdern statt. Dokumentiert werden konnten bisher Siedlungsbefunde der Urgeschichte wie auch des frühen bis hohen Mittelalters. Verschiedene Pfostenstandspuren und Gruben belegen eine bronze- bis ältereisenzeitliche Siedlung (zweite bis erste Hälfte 1. Jahrtausend v. Chr.). Zu den Funden zählen Keramik, Feuerstein und eine Bernsteinperle. Reste von Wohn- und Speichergebäuden sowie Öfen aus dem 9./10. Jahrhundert nach Christus stammen aus dem Umfeld eines Quellteiches. Für die Geschichte des Grabfelds spektakulär ist die überraschende Aufdeckung von Spuren einer kleinen Saalkirche, deren Gründung bis in das Frühmittelalter zurückreichen könnte. Gebietsreferent Mathias Seidel und Grabungsleiter Dominik Labitzke präsentieren den Besuchern die Funde und stellen die Grabungsergebnisse vor.
Die Zufahrt zum Grabungsgelände befindet sich an der Verbindungsstraße zwischen Queienfeld und Jüchsen, ziemlich in der Mitte zwischen den beiden Ortschaften. Von dort ist auf einen kleinen Schotterweg abzufahren, ein Hinweisschild wird aufgestellt.
Anreise von Queienfeld Richtung Jüchsen (Kreisstraße K 60): Nach ca. 2,5 km rechts auf den Schotterweg einbiegen. Nach der Baustellen-Sperrung rechts.
Anreise von Jüchsen Richtung Queienfeld: Nach 2,2 km links auf den Schotterweg einbiegen. Vor der Baustellen-Sperrung links. Dem Schotterweg mehrere hundert Meter folgen bis zu einem kleinen Parkplatz, dort stehen mehrere Bauwagen.