Schmalkalden Neues Lädchen sucht flotten Namen

Ganz wie bei Rumpelstilzchen sucht die Stadt Schmalkalden nach einem passenden Namen für das kürzlich eröffnete Lädchen in der Mohrengasse 2. Bis zum 30. April sind Ideen gefragt.

Zur Eröffnung des Lädchens am 1. April gab es auch Leckeres aus dem Haus Viba. Foto: Michael Bauroth

Die Stadt Schmalkalden entwickelt sich weiter – und bleibt sich dabei doch treu. Bekannt als Fachwerk-, Hochschul- und Werkzeugstadt macht sich die 874 erstmals erwähnte „villa Smalcalta“ zunehmend auch als Nougatstadt einen Namen. Maßgeblich geprägt wird dieses süße Image von der traditionsreichen Nougatherstellung, deren Wurzeln 133 Jahre zurückreichen.

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Passend zu dieser Entwicklung ist nun in der Innenstadt ein neues, noch namenloses Lädchen entstanden – in einem charmanten, um 1420 erbauten und von den Eigentümern liebevoll sanierten Fachwerkaus. Dafür gab es 20214 den Denkmalpreis des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.

Das Geschäft knüpft an die Tradition der ehemaligen „Trauminsel“ an, die Inhaberin Susanne Weisheit Ende 2024 schließen musste. Es versteht sich als Schaufenster der Region, als moderner Treffpunkt in der Innenstadt. Hier finden Besucherinnnen und Besucher eine beeindruckende Vielfalt an Produkten, die eines gemeinsam haben: Sie stammen aus Schmalkalden, aus dem Umland, aus ganz Thüringen.

Regionale Schätze: Von Nougat bis handgefertigten Seifen

Im Sortiment finden sich unter anderem Spezialitäten aus dem Haus Viba, Produkte von Thüringer Waldquell, Wurstwaren von Thüringer Landstolz sowie eine breite Auswahl an regionalen Erzeugnissen: von Kaffee, Gewürzen, Weine und Keramik über handgefertigte Seifen, stilvoll gefertigte Waschtaschen und Manikürsets bis hin zu hochwertigen Werkzeugen aus lokaler Produktion. Auch Artikel aus sozialen Einrichtungen, etwa aus der Ergotherapie der Immanuel Therapie Röthof, bereichern das Angebot.

Das Besondere: Dieses Lädchen richtet sich nicht nur an Touristen. Auch für Einheimische ist es eine kleine Entdeckungsreise. Viele sind überrascht, welche Schätze direkt vor ihrer Haustür entstehen. Es ist ein Ort, der Regionalität sichtbar und erlebbar macht – authentisch, vielfältig und verblüffend, sagt Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski.

Neues Lädchen stärkt Schmalkaldens touristische Attraktivität

Das Geschäft fungiert als Außenstelle der Tourist-Information. Mit der neuen Struktur und unter Mitwirkung von Susanne Weisheit entsteht so ein weiterer Baustein für die touristische Entwicklung der Stadt – passend zu Initiativen wie thematischen Stadtrundgängen rund um das Thema Nougat.

Damit wird aber auch deutlich: Innenstadtentwicklung passiert nicht nur mit großen Projekten, sondern auch in kleinen, klugen Schritten. Das Lädchen, sagt Kaminski, steht exemplarisch dafür, wie Leerstand kreativ genutzt werden kann. Auch wenn das oftmals nicht so gesehen wird, bedauert der Stadtchef.

Schmalkalden zeigt damit einmal mehr, wie Tradition, Handwerk und neue Ideen zusammenfinden können, ist der Bürgermeister überzeugt. Das neue Lädchen ist dafür ein gelungenes Beispiel – und ein Ort, der Lust macht, die Region mit allen Sinnen zu entdecken.

Name gesucht

Nun muss ein Name her, der all das widerspiegelt: die Verbundenheit zur Heimat, die Vielfalt der Region und die besondere Atmosphäre des Ortes. Gesucht wird ein kurzer, einprägsamer Name, der sowohl Einheimische als auch Gäste anspricht. Mit der Aktion sind alle eingeladen, aktiv an der Entwicklung des Ortes mitzuwirken, betont Kaminski.

Namensvorschläge können noch bis zum 30. April per E-Mail an folgende Adresse gerichtet werden: laedchen@schmalkalden.de.