Auffrischungsimpfung Ab wann ist die dritte Impfung mit Biontech möglich?

Felix Mahler
Gerade älteren Menschen wird zu einer Auffrischung geraten. Foto: AFP/CHRISTOF STACHE

Bisher wurden 111 Millionen Dosen in Deutschland verabreicht und mit 55 Millionen Menschen sind 66 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Nun beginnen die Auffrischungen der Impfung – so auch die dritte Biontech-Impfung.

Seit 7. Oktober liegt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission vor: Allen Frauen und Männern ab 70 Jahren wird grundsätzlich zu einer Corona-Auffrischungsimpfung geraten. Diese soll auch Bewohnern und Bewohnerinnen von Altenheimen sowie auch Pflegepersonal und anderen Mitarbeitern aufgrund des direkten Kontaktes in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen angeboten werden. So auch beim Personal in medizinischen Einrichtungen. Auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat sich für die Auffrischungsimpfung ausgesprochen. Dies für volljährige Menschen.

Ab wann kann man die Impfung auffrischen?

Hier ist das Zeitfenster nach Abschluss der Grundimmunisierung festgelegt. Frühestens sechs Monate danach ist die Auffrischungsimpfung möglich. Welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, spielt keine Rolle. Eine Auffrischung kann derzeit mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer und auch dem Moderna-Impfstoff erfolgen. Der Impfstoff, der bei der Grundimmunisierung verwendet wurde, sollte möglichst auch hier zur Anwendung kommen, wenn es sich um einen mRNA-Impfstoff handelt. Eine Ausnahme stellt die Impfung mit dem Johnson&Johnson-Impfstoff dar. Hier ist eine Auffrischungsimpfung schon vier Wochen nach der Impfung möglich.

Warum eine dritte Impfung?

Aus Sicht der Stiko ist eine dritte Impfung gerade bei Älteren und Immungeschwächten nötig. Denn mit der Zeit lässt der Impfschutz nach einer zweimaligen Corona-Grundimmunisierung nach, insbesondere in Bezug auf die Verhinderung asymptomatischer Infektionen und milder Krankheitsverläufe. Insgesamt geringer fällt die Immunantwort nach der Impfung im höheren Alter aus. Auch die Impfdurchbrüche, also Erkrankungen trotz vollständiger Impfungen, sind hierbei ein Thema. Diese können im höheren Alter zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. Für Genesene beträgt der Schutz nach der Infektion mindestens ein Jahr.

 

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