Auf der Wiese zwischen einem Forstweg und dem Borbach, ungefähr einen Kilometer von Wahns entfernt, weideten sonst Schafe. Jetzt thront, umrahmt von Containerbaracken, ein blau lackiertes Bohrgerät über dem eingezäunten, etwa 50 mal 50 Meter großen Areal. Ein stählerner Bohrer dreht sich Tag und Nacht, ohne Pause, tiefer und tiefer ins Erdreich. Jeden Tag schiebt sich der Bohrkopf 20 bis 30 Meter weiter hinab. Die Mitarbeiter wechseln sich in zwei Schichten ab. Das Bohrloch spuckt unentwegt schlammig-braunes und mit Salz angereichertes Kühlwasser aus. Es wird nebenan in einer Siebanlage gereinigt und wiederverwendet. Wahrscheinlich im Laufe dieser Woche kommt der Bohrer am Ziel an und trifft in 600 bis 650 Meter Tiefe auf Kupferschiefer. Gerechnet wird mit einer Gesteinsschicht nicht dicker als ein bis zwei Meter, auf die das Team der Kupfer Copper Germany GmbH als Teil eines internationalen Unternehmens große Hoffnung setzt.