Auf der A73 Suche nach Motorradfahrer ohne Ergebnis

Steffen Ittig

Gut anderthalb Stunden suchten 50 Feuerwehrleute nach einem Motorradfahrer, dessen Notrufsystem auf der Autobahn A 73 die Rettungskräfte alarmiert hatte.

Am Sonntagvormittag wurde auf der A 73 zwischen Schleusingen und Eisfeld eine groß angelegte Suchaktion ausgelöst. Ein automatisches Notrufsystem (E-Call) eines Motorrads hatte einen Unfall gemeldet, ohne jedoch genauere Angaben zu machen. Daraufhin rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus, um nach dem gemeldeten Unfall auf dem Streckenabschnitt zu suchen.

Drohnen Wärmebildkameras im Einsatz

Auf der Autobahn selbst wurde jedoch kein verunglücktes Motorrad gefunden. Die Einsatzkräfte vermuteten, dass das Motorrad möglicherweise von der Talbrücke in das angrenzende Waldgebiet bei Oberrod gestürzt sein könnte. Rund 50 Feuerwehrleute aus verschiedenen Orten wie Eisfeld, Schleusingen, Themar und Hildburghausen suchten mit Drohnen und Wärmebildkameras die Umgebung ab. Auch der Rettungsdienst beteiligte sich an der Suche. Nach etwa eineinhalb Stunden wurde die Aktion ohne Ergebnis abgebrochen.

Wie es zur Auslösung des E-Call-Systems kam, wird nun von der Polizei untersucht. Die Autobahn musste für die Suche nicht gesperrt werden, es kam nur zu geringen Verkehrsbehinderungen.

Was ist ein E-Call-System?

Es handelt sich hierbei um ein automatisches Notrufsystem, das in Autos oder Motorrädern eingebaut ist. Es wird aktiviert, wenn ein schwerer Unfall passiert ist und setzt automatisch einen Notruf an die europaweiter Notrufnummer 112 ab, um schnell Hilfe zu holen. Es kann auch manuell durch einen SOS.-Knopf ausgelöst werden.