Auf Betrüger reingefallen Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Ilmenauer

Eine Frau trägt Pakete zu einer Postfiliale. Foto: Malte Christians

Die Kriminalpolizei Gotha steht kurz vorm Abschluss der Ermittlungen gegen einen 55-Jährigen wegen leichtfertiger Geldwäsche.

Ilmenau - Der Mann ließ sich laut Polizei im Frühjahr 2020 dazu hinreißen, Pakete mit Spielwaren, Markenbekleidung, Werkzeugen und Mobiltelefonen unter seiner Wohnanschrift anzunehmen und sie dann in die Russische Föderation an ihm unbekannte Personen weiterzuleiten.

Motiv war demnach das Liebesversprechen einer angeblichen Russin, die dem Ilmenauer täuschte. Ihm wurde gesagt, dass mit ihm als "Paketagenten" angeblich Portokosten eingespart werden könnten. Das Geld wiederum könne dafür verwendet werden, einen Flug der vermeintlich verliebten Frau für ein erstes persönliches Treffen zu finanzieren.

Tatsächlich war der Mann Opfer von Betrügern geworden, die Waren in Deutschland bestellten, ohne sie zu bezahlen. Der Polizei gelang es, einen erheblichen Teil der Pakete mit einem Wert von über 10.000 Euro anzuhalten. Waren mit einem Wert im unteren fünfstelligen Bereich hatte der 55-Jährige bereits vorher versandt. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob er sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar gemacht hat. Die Tatorte der Betrugsdelikte verteilten sich über die gesamte Bundesrepublik. Die entsprechenden Verfahren werden in den jeweils zuständigen Dienststellen geführt.

 

Autor

 

Bilder