Auch international Qsil übernimmt vier neue Standorte

Die Qsil-Gruppe vergrößert sich. Foto: Qsil

Qsil will alle Standorte der H.C. Starck High Performance Metal Solutions außerhalb Nordamerikas übernehmen.

Die Hochleistungswerkstofffirma Qsil mit Sitz in Langewiesen übernimmt von der H.C. Starck Gruppe drei Produktionsstandorte in Deutschland, England und China für die Produktion und die Entwicklung von Lösungen aus sogenannten Refraktärmetallen sowie einen Vertriebsstandort in Indien. Damit plane das Unternehmen die Übernahme aller Standorte der H.C. Starck High Performance Metal Solutions außerhalb Nordamerikas. Eine Vereinbarung wurde unterzeichnet, informiert Qsil in einer Pressemitteilung. Der Vollzug der Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch zuständige Behörden in Großbritannien und werde zeitnah erwartet.

Die 250 Mitarbeiter der Unternehmen in Hermsdorf, Calne, Taicang und Bangalore werden übernommen, dann zähle Qsil 1000 Angestellte und erziele einen Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Die Fertigungstechnologien für die Herstellung, Bearbeitung und Veredelung von Produkten aus den Hochleistungsmetallen Molybdän, Niob, Tantal und Wolfram stelle eine passende strategische Weiterentwicklung der Thüringer Qsil-Unternehmensgruppe dar, heißt es weiter. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Unternehmen der Gruppe H. C. Starck High Performance Metal Solutions sind seit mehr als 100 Jahren ein Premiumlieferant für die Hochleistungsmetalle Wolfram, Molybdän, Tantal und Niob. Mit modernen Fertigungstechnologien würden Produkte sowohl kundenindividuell als auch in Serie hergestellt. Die fertigen Produkte seien unter anderem essenziell für die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Luft- und Raumfahrtindustrie, heißt es in der Mitteilung.

Die Qsil-Gruppe selbst ist ein international tätiger Werkstoffspezialist für die Entwicklung und Produktion anspruchsvoller Lösungen aus einem breiten Portfolio an Hochleistungswerkstoffen und proprietären Fertigungstechnologien. Unter anderem ist die Unternehmensgruppe auf die Herstellung von hochreinem Quarzglas, Spezialgläsern und Technischer Keramik spezialisiert. Wichtigste Märkte sind die Halbleiter-, die Analytik und Diagnostik-, die traditionelle und die technische Lichtquellenindustrie sowie diverse Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Chemieindustrie. Im Jahr 2021 erwirtschaftete Qsil mit circa 750 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 120 Millionen Euro.

Autor

 

Bilder