Attila gestorben Ramelow trauert um seinen Hund

, aktualisiert am 22.03.2023 - 19:17 Uhr

Er hatte nicht ganz den Promi-Status der Corgis der Queen, aber Attila war über Thüringen hinaus als „First Dog“ bekannt. Nun ist der Hund von Ministerpräsident Bodo Ramelow gestorben. Unsere Bildergalerie zeigt sein Leben als Promi-Begleiter.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Mit einem langen Blog-Eintrag, Fotos und einem Tweet hat Ministerpräsident Bodo Ramelow von seinem Hund Attila auch online Abschied genommen. „Ein wunderbarer Begleiter ist seines Weges gegangen“, schrieb der Linken-Politiker am Mittwoch auf Twitter. Dazu postete er Aufnahmen eines noch jungen Attila vor 15 Jahren.

In einem als „Ode an unseren treuen Attila“ betitelten Blog-Eintrag schrieb er von dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds. „Wenn man ins Zimmer kommt und das leere Körbchen sieht, in dem sonst eingerollt wie eine Katze unser Attila lag, dann tut es im Herzen weh.“

Der Jack-Russell-Terrier war ein häufiger Begleiter Ramelows bei Medienterminen etwa, aber auch in der Staatskanzlei hatte er sein Körbchen. Im Blog-Eintrag beschreibt Ramelow zudem, wie Attila über Parteigrenzen hinweg den Landtag auf Trab hielt.

Dass der kleine Hund auch über seinen Tod und über politische Lager hinaus Bande knüpfen lässt, zeigte sich auch in einem Tweet Mario Voigts. „Politisch trennt uns viel. Was uns verbindet – ist die Liebe zum tierischen Freund. Ich kann mir die Trauer nur vorstellen“, schrieb der Fraktionsvorsitzende der CDU. Er wünsche Ramelow viel Kraft und Attila eine gute Reise über die „Regenbogenbrücke“. Seinen Kater Paul werde er „gleich noch mal etwas mehr drücken“.

Aber auch Parteigenossinnen und -genossen nahmen Anteil. „Wir trauern um unseren First Dog“, schrieb die Linke-Landesvorsitzende Ulrike Grosse-Röthig. Der Hund sei nicht nur für Ramelow sondern auch für die Thüringer Linke ein treuer Begleiter gewesen. Die Linke-Fraktion schrieb: „Er war immer ein gern gesehener Gast im Landtag. Es ist schwer, einen geliebten Vierbeiner zu verlieren, aber wir hoffen, dass die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit Trost spenden werden.“

Der Tod des 15-jährigen Attila hatte Ramelow bereits am Tag davor beschäftigt. Jedenfalls ist nun klar,  warum er am Dienstag die Teilnahme an einer Lesung seiner Biografie  „...und manchmal platzt der Kragen“ in Suhl, zu der ihn unsere Zeitung eingeladen hatte, kurzfristig abgesagt hatte.

Wie Ramelow in seinem Abschiedsbrief schreibt, wurde die letzte Reise des Hundes mit dem Tierarzt abgestimmt. „Letztlich muss man entscheiden, dass ein elendes Leiden und unerträgliche Schmerzen auch kein guter Abschied sind“, schrieb er dazu.  

Das vergangene Wochenende nutzte die Familie dazu, um letzte schöne Momente  zu sammeln. „Letzte Spaziergänge. Letztes Streicheln. Letzte Stunden, die bleiben sollen.“

Und zum Schluss Ramelows Abschiedsgruß: „Attila, wir danken Dir für so viele schöne Stunden und große Abenteuer. Mach es gut und genieße den großen Himmel der Fellnasen“.
 

Autor

 

Bilder