Die Grünen im Landtag kritisieren zudem, dass der Transport derzeit unnötig sei. Denn der Forschungsreaktor der Technischen Universität München (TUM) steht seit 2020 still. Wann der wegen seines hoch angereicherten Uran-Brennstoffs kritisierte Reaktor wieder in Betrieb gehen kann, ist weiter offen.
Brennelemente durch Deutschland zu fahren, ohne zu wissen, wie es mit dem Reaktor weitergeht, sei ein unnötiges Risiko, sagt Köhler, gerade auch mit Blick auf die jüngsten Drohnenvorfälle.
Spätestens wenn der Reaktor wieder anfährt, müsste schnell ein Castortransport rollen. Das Abklingbecken in Garching für abgebrannte Brennelemente ist fast voll. Die Transportgenehmigung nach Ahaus gilt bis Ende Mai 2027, könnte aber laut Base bei entsprechenden Nachweisen bis zum 25. August 2028 verlängert werden.
Was der FRM II für Wissenschaft, Industrie und Medizin bedeutet
Der FRM II ist eine wichtige Neutronenquelle für Wissenschaftler aus vielen Ländern wie auch für die Industrie, etwa für die Materialforschung. Die Medizin bekam vor dem Stillstand aus Garching wichtige Radioisotope für Krebsbehandlung und Diagnostik.