Architektur Klempner aus Neuhaus gleich für zwei Designpreise nominiert

Das Blockheizkraftwerk in Leipzig-Möckern. Die spiegelnde Fassade hat Mike Fleischer mit seinem Team aus Neuhaus am Rennweg realisiert. Foto: Ralf Dieter Bischoff

Die Firma Fleischer Metallfaszinationen ist mit im Rennen um den German Design Award 2023 und den Deutschen Fassadenpreis 2022. In Leipzig gestaltete Firmenchef Mike Fleischer mit seinen Mitarbeitern eine Fassade aus Blech, die in dieser Form eigentlich ein Kunstwerk ist.

Mike Fleischer hat es wieder einmal geschafft. Der Chef der Firma Fleischer Metallfaszinationen aus Neuhaus am Rennweg ist mit seinem Unternehmen unter den Nominierten für den Deutschen Fassadenpreis 2022 und den German Design Award 2023.

Beim Fassadenpreis gehört die von Fleischer und seinen Mitarbeitern realisierte Blech-Fassade eines Blockheizkraftwerks in Leipzig zu den fünf Anwärtern auf die Auszeichnung, die am 29. September in Berlin verliehen wird.

Beim Design-Award ist die gleiche Fassade in der Kategorie Exzellentes Produktdesign von Gebäuden unter den engeren Kandidaten. Dieser Preis wird im Oktober vergeben.

In Leipzig hat Fleischer den Entwurf von Architektin Susann Stiehl vom Architekturbüro Thoma Architekten aus Leipzig umgesetzt. Das Projekt trägt den Titel „Die Fassade als Kunstwerk“. Das Blockheizkraftwerk in Leipzig-Möckern ist nach seiner Fertigstellung nicht nur einfach eine Industrieanlage, sondern fällt in der Umgebung durch seine silbern glänzende Fassade aus Blech auf.

Der Fassadenpreis wird vom Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden bereits zum 14. Mal vergeben. Es ist nicht das erste Mal, dass Fleischer mit seinem Unternehmen zu den Nominierten gehört. In der Vergangenheit war er mit seiner Realisierung einer Probenbühne des Theaters in Gießen schon einmal Preisträger. Der Klempnermeister aus Neuhaus hat sich in den vergangenen Jahren voll und ganz auf die Fassaden- und Dachgestaltung aus Blech spezialisiert. So hat er schon den Neubau der Synagoge in Mainz in ein Kleid aus Blech gehüllt. Auch Bibliotheken und andere öffentliche Gebäude tragen die Handschrift des Handwerkers aus dem Thüringer Wald. Fleischer arbeitet dabei eng mit Architekten zusammen und sorgt mit seiner Kenntnis des Werkstoffs Metall dafür, dass die Entwürfe der Planer auch Realität werden können.

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