„Der Arbeitsmarkt in Thüringen erholt sich von der Krise. Die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und der Strukturwandel bleiben die größten Herausforderungen. Gerade die Demografie erweist sie sich immer mehr als bremsender Faktor für die Wirtschaft, weil es immer schwieriger wird Ersatz für Rentenabgänge zu finden Vom Arzt über die Pflegekraft bis hin zum Bus- oder Lkw-Fahrer, es wird in vielen Branchen an Fachkräfte fehlen“, warnte Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen in Halle. Diese Herausforderungen ließen sich nur lösen, wenn die Zuwanderung von Fachkräften forciert werde und auch Menschen mit unfreiwilliger Teilzeit länger arbeiten könnten. Weil auch das Potenzial der Arbeitslosen immer weiter zurückgehe, werde das Thema Weiterbildung und Qualifizierung von Ungelernten oder Geringqualifizierten in Unternehmen in dem Zusammenhang immer wichtiger, so Behrens. Denn durch die Digitalisierung könnten viele Tätigkeiten durch technische Prozesse ersetzt werden. Gleichzeitig entstünden in den Unternehmen aber neue Tätigkeiten mit höheren Anforderungsniveaus. „Dafür fehlt es aber wiederum an Personal“, sagte der Geschäftsführer.