Antisemitismus Polizistin soll Brieffreundschaft mit Halle-Attentäter geführt haben

Die Synagoge in Halle war 2019 Ziel eines antisemitischen Anschlags gewesen. (Archivbild) Foto: imago images/Future Image/Rolf-Peter Stoffels via www.imago-images.de

Medienberichten zufolge korrespondierte eine junge Polizistin aus Bitterfeld monatelang per Brief mit dem inhaftierten Stephan B. und relativierte angeblich seine Taten. Sie wurde vom Dienst suspendiert.

Bitterfeld - Eine junge Polizeikommissarin aus Bitterfeld soll Medienberichten zufolge eine monatelange Brieffreundschaft mit dem Attentäter von Halle geführt haben. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ sowie die „Süddeutsche Zeitung“, der NDR und der WDR übereinstimmend berichten, wurde die Beamtin vom Dienst suspendiert. Das Innenministerium hat sich den Berichten zufolge noch nicht zu dem Vorgang geäußert.

Die Polizistin, die im Revier in Bitterfeld Dienst getan haben soll, hat den Angaben zufolge Verständnis für den Attentäter und Antisemiten Stephan B. geäußert, der am 9. Oktober 2019 schwer bewaffnet versucht hatte, in die Synagoge in Halle einzudringen. Die Briefe an den zu lebenslanger Haft verurteilten B. sind demnach bei Durchsuchungen der Zelle des Mannes gefunden worden.

Die Frau soll im Sommer gegenüber Kollegen die Tat von Stephan B. relativiert und sich positiv über den Attentäter geäußert haben. Diese hätten ihre Vorgesetzten informiert.

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