Es ist 80 Jahre her, dass am 5. Januar 1945 in Weimar die Köpfe von Antifaschisten der Widerstandsgruppe Friedberg unterm Fallbeil der Nazis zu Boden fielen. Als erste ermordet wurde Minna Recknagel, eine Stadträtin aus Suhl, die unter anderem daran beteiligt war, die Wahrheit über den Massenmord an Juden mittels Gas in den Vernichtungslagern zu verbreiten. Ihr in den Tod folgten ihr Mann Emil Recknagel, Adolf Anschütz, Rudolf Gerngroß, Friedrich Heinze, Ernst König, Carl Stade und Ewald Stübler. Sie hatten in der Suhler „Friedberg-Gruppe“ und in Rüstungsbetrieben wie Haenel und Gustloff, dem „arisierten“ Simsonwerk, mit Gleichgesinnten illegale antifaschistische Arbeit geleistet. Ihnen zu gedenken und an ihr Vermächtnis zu erinnern, hatten am Sonntagvormittag Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten Suhl/Südthüringen (VVN/BdA) an das kleine Ehrenmal auf dem Friedberg eingeladen. Etwa 20 Bürger und Antifaschisten kamen, um mit dem Gedenken den Start in das Jahr zu vollziehen, in dem am 8. Mai der 80. Jahrestag der Befreiung begangen wird.