Noch auf dem Flur vor dem Verhandlungssaal sagt der Mann mit dem AfD-Parteibuch zu einem Personaler des Landesverwaltungsamtes, wie gerne er den Job beim Freistaat haben würde. Und das, obwohl der Mann dort pro Monat mehrere hundert Euro weniger verdienen würde, als in seinem bisherigen Job. Ein paar Minuten zuvor waren die Zahlen während der Hauptverhandlung vor dem Arbeitsgericht Erfurt an diesem Montag öffentlich geworden: Als Krankenpfleger bei einem großen Klinikkonzern hatte der Mann Mitte 2024 etwa 4200 Euro brutto pro Monat als Grundgehalt gehabt. Plus einige Zuschläge, sodass manchmal sogar fast 5400 Euro brutto auf seiner Gehaltsabrechnung standen.