Angemerkt Wem sonst ?

  Foto: ari ( Michael Reichel )/ari

Keinem gönnt man den Sieg im Gesamtweltcup mehr als Rennrodler Johannes Ludwig, meint unsere Autorin Claudia Fehse.

Wem, wenn nicht Johannes Ludwig würde man diesen abermaligen Sieg, der noch dazu einhergeht mit der Krone für den Gesamtweltcup, mehr gönnen? Es ist der gläserne Beweis für eine atemberaubende Konstanz. Eine Konstanz, die es im Rennrodeln der vergangenen Jahre nicht mehr allzu oft gab.

Es ist auch der Lohn für Beharrlichkeit und mit ihr der Beweis, dass sich Hartnäckigkeit schließlich doch auszahlt. Was hatte Johannes Ludwig gehadert, wie oft war er bei Großereignissen nur auf dem so undankbaren vierten Platz gelandet. Zuletzt etwa bei den Weltmeisterschaften 2019 und 2020 in Winterberg beziehungsweise Sotschi. Mitunter musste er selbst darüber schmunzeln. Er machte aber das Beste daraus, werkelte weiter an seinem Schlitten und an seinem Körper, lebte wie ein Spitzenathlet und verkörperte diese Professionalität auch nach außen. Dazu blieb er bescheiden, immer für Fragen der Journalisten zugänglich.

Dass sich mit dem in Oberhof zweitplatzierten Max Langenhan und David Nößler zwei anschicken in Ludwigs Fußstapfen zu treten, bedeutet allerdings auch mehr, viel mehr Arbeit für Stützpunkttrainer Jan Eichhorn und -mechaniker Robert Eschrich. Die stärkste und schon jetzt zahlenmäßig kaum noch zu bändigende Truppe bekommt starken Zuwachs. Ganz starken Zuwachs.

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