Die Frau ist sichtlich mitgenommen. Zitternd und immer wieder weinend sitzt sie mit ihrer Anwältin und ihrem Beistand am Angeklagten-Tisch im Verhandlungssaal des Suhler Amtsgerichts, kann selbst kaum sprechen. Der Prozess um den Tod eines Mannes bei dem tragischen Unfall vom 23. Februar vorigen Jahres auf der Oberhofer Bob- und Rodelbahn sei „eine emotional schwierige Verhandlung“, sagt Richterin Alexandra Grimm zu Beginn. Sie hat vorsorglich Taschentücher im Saal verteilen lassen.