Amtsgericht Sonneberg AfD-Lokalpolitiker wegen mutmaßlicher NS-Parolen vor Gericht

Der Sonneberger AfD-Lokalpolitiker Alexander Escher steht am 26. Februar vor Gericht. Er soll in zwei Sonneberger Gaststätten „Sieg Heil“ gerufen haben, was dieser zurückweist.

Das Sonneberger Amtsgericht entscheidet am 26. Februar über die Causa Escher. Die Verhandlung ist öffentlich. Foto: privat

Der Prozess am Sonneberger Amtsgericht wird öffentlich verhandelt, bestätigte Jörg van Reimersdahl, der gleichzeitig die Rolle des Amtsgerichtsdirektors sowie des Pressesprechers innehat. Insgesamt vier Zeugen sollen am Donnerstag, 26. Februar, aussagen.

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Im Raum stehen zwei Anklagen: die eine datiert vom 19. Februar 2025, die andere vom 7. April des gleichen Jahres. Der Vorwurf in beiden Fällen: das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.

Beide Fälle sollen sich bereits im Dezember 2022 – jeweils in den Sonneberger Gaststätten „Dachshöhle“ und „Gewölbe – zugetragen haben. Warum es erst jetzt zum Prozess kommt? Van Reimersdahl erklärt: „Es kann nicht ermittelt werden, wenn nicht angezeigt wird. Die Anklage erfolgt normalerweise ein halbes Jahr später.“

Da die Anzeige erst eineinhalb Jahre später einging, sei es zu Verzögerungen gekommen. „Es laufen ja auch noch andere Verfahren“, so der Amtsgerichtsdirektor.