Antik-mittelalterliche Astromedizin
Im 16. Jahrhundert vertrauten Ärzte bei Diagnose und Therapie blindlings auf die Sterne. Ohne die richtige Konstellation der Himmelsgestirne bestand kaum Hoffnung auf Heilung.
Iatromathematik
Die Iatromathematik – wie die antik-mittelalterliche Astromedizin genannt wurde – war fester Bestandteil der Heilkunde, bis Galileo Galilei und Isaac Newton das magische Weltbild durch ihre astronomischen und physikalischen Entdeckungen endgültig ins Wanken brachten.
Frauenbewegung
Sogar die moderne Frauenbewegung beruft sich auf uraltes matriarchalisches Heilwissen, das sich aus den Mondkräften speist. So gibt es kaum etwas, das nicht vom Mond beeinflusst sein soll: Scheint der Mond am Himmel hell, sollen Fruchtbarkeit, Aggression und Depression gedeihen.
Fernöstliche Medizin
Auch in der fernöstlichen Medizin spielt der Mond eine zentrale Rolle: In der traditionellen Chinesischen Medizin steht er für Yin – Schatten und Dunkelheit. Die Sonne symbolisiert Yang – Helligkeit und Licht. Yin und Yang repräsentieren entgegengesetzte und sich dabei ergänzende Prinzipien und Kräfte, deren Balance alles Sein beeinflusst.
Ayurveda
In der Ayurveda, der indischen Heilkunst, entspricht der Mond einer von drei Lebensenergien (Doshas), die sämtliche Vorgänge in Körper, Geist und Psyche steuern. Wer meditieren will, sollte dies möglichst an Vollmond tun.
Tibet
In Tibet gilt Vollmond als bester Tag, um mit spirituellen Meistern Kontakt aufzunehmen, da der Geist an diesem Tag besonders geöffnet ist.
Zen
Im Zen ist der Mond das Symbol für Erleuchtung.