Mit der in Aussicht gestellten Rechtsverordnung erwartet die Stadt Ilmenau nun auch die Genehmigung für den Sonntag zum Altstadtfest. Sobald ein Interessenbekundungsverfahren für das Lichterfest in diesem und in Folgejahren durchgeführt wurde, wird die Stadt Ilmenau auch hierfür einen Antrag auf Ladenöffnung stellen, heißt es aus dem Rathaus.
Ein Geschäft, das am 3. Mai definitiv geschlossen bleiben wird, ist das Sportfachgeschäft Intersport Prediger, wie Mitinhaberin Sandra Schmidt erklärt. Der Grund: Der Töpfermarkt wird in der Lindenstraße veranstaltet ... das lohne sich für ihr Geschäft im vorderen Teil der Fußgängerzone, der Friedrich-Hofmann-Straße, nicht. Die Idee, den Markt weiter nach vorne in die Stadt zu verlegen, sodass auch die dort beheimateten Händler näher dran sind und vom verkaufsoffenen Sonntag profitieren, habe bei der Stadt bislang aber kein Gehör gefunden, sagt sie.
Aufwand-Nutzen nicht gegeben
Und auch Kerstin Schneider vom Vorstand der Konsumgenossenschaft Ilmenau erklärt für das Citykaufhaus: „Es würde sich für uns nicht lohnen, Sonntag zu öffnen“. Sie müsse mindestens sechs Mitarbeiter beschäftigen, ihnen Sonntagszuschläge zahlen ... dafür, dass vermutlich kaum ein Kunde vorbeikäme. Denn diese würden sich von der Lindenstraße nicht so weit in die Fußgängerzone „verirren“. „Töpfermarkt und auch Weihnachtsmarkt an dieser Stelle bringen uns leider nichts. Das ist sehr schade, denn wir machen eigentlich möglich, was möglich zu machen ist. Aber ich kann es mir nicht leisten, Verluste zu fahren“, sagt sie.
Kerstin Schneider würde sich wünschen, dass Töpfer- und Weihnachtsmarkt rund um den Apothekerbrunnen zentriert würden – von da aus in beide Richtungen in die Fußgängerzone hinein liefen. „Stadtfest und Lichterfest zeigen, dass es dann auch für Händler in unserer Richtung gut funktioniert.“