Auf Burg Neuhaus Zwei Tage ins Mittelalter-Flair eintauchen

Cathrin Nicolai
Die Burg Neuhaus ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Foto:  

Spielmannsleute, Markttreiben, Märchenstunde oder Freikämpfe auf dem Turnierplatz – all das kann man am kommenden Wochenende in Neuhaus-Schierschnitz erleben.

Neuhaus-Schierschnitz - Inzwischen ist es längst kein Geheimnis mehr, dass wenn die Mitglieder des Burgvereins etwas organisieren, es immer etwas ganz Besonderes ist. Das ist beim Tag der offenen Burg so und erst recht beim Burg-Advent. „Aber jetzt öffnen wir zum zweiten Mal die die Burg zum zweiten Mal ihre Tore für Händler, Spielleute, Kämpfer und Lagernde“, freut sich nicht nur der Vorsitzende des Burgvereins, Bernd Hülß und lädt alle Interessenten am 28. und 29. August zum zweiten Mittelalter-Spektakel ein.

Zusammen mit Lisa Dressel, die als Hauptorganisatorin alle Zügel in die Hand genommen hat, haben die Mitglieder des Burgvereins dafür ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. „Es musste ja so vieles beachtet werden“, erzählt die junge Frau. Schon bei den Vorbereitungen galt es, alle Eventualitäten im Hinblick auf verordnungsbedingte Auflagen zu bedenken und mehr Helfer als üblich einzuplanen. Auch für die Gäste wird sich dadurch ein kleines bisschen ändern. „Wir haben diesmal nur einen Eingang, nämlich das Haupttor am Schloßbergring, geöffnet“, betont Bernd Hülß. „Alle anderen Zugänge sind gesperrt, weil sich insgesamt nur 800 Personen gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen und Zu- und Abgang kontrolliert werden muss“, begründet er. Einstellen sollten sich die Besucher, dass sich kurzfristig auch eventuell Änderungen im Ablauf des Festes ergeben können oder geplante Attraktionen ausfallen. Das hofft man zwar nicht, ist aber darauf eingestellt. „Und bisher stehen die Chancen aber gut, dass es ein fast „normales“ Mittelalterfest wird“, sind alle zufrieden.

Neben dem Förderverein Burg Neuhaus sorgen dafür der bekannte Mittelalterverein Authentica Castrum Walinvels, der zum Beispiel das Vollkontakt-Turnier in Tambach-Dietharz veranstaltet und dieses Jahr mit einer Feuershow auftrumpft. Außerdem sind die Lagergruppen der Hallenburger, Eiswölfe und Bibaren dabei, die allesamt beim Freikampfturnier vertreten sein werden und abseits Einblicke in das Leben im Mittelalterzelt geben. Auch das Händlerangebot wurde aufgestockt. Neben Gewandung, Trinkhörnern, mittelalterlichen Waffen und Rüstzeug werden selbsthergestellte Waren aus Holz, Zinn und Leder, Felle, Schmuck und allerlei Bastelspaß für die Kleinen angeboten. Auch Blumenkränze und Kinderschminken steht auf dem Plan. Sogar ein Wahrsager bietet seine Dienstleistungen an. Auch die Großen kommen nicht zu kurz, denn die Bogenbahn oder Polsterwaffen stehen zum Ausprobieren bereit. Wenn das Wetter passt, gibt es sogar noch eine besondere Überraschung in der Arena.

Für Speis und Trank ist wie immer ausreichend gesorgt. Ein besonderes Schmankerl sind knusprige Spansauen am Samstag und köstlicher Kesselgulasch am Sonntag.

Um die Straßen neben dem Burggelände nicht zu überlasten werden alle alle Gäste gebeten, die ausgewiesenen Parkplätze (Gemeindeparkplatz, Wiesenfläche hinter der Gemeinde, Sonntag Netto-Parkplatz) zu nutzen. Außerdem sollte man auf jeden Fall eine Maske dabei haben. Entsprechend der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung genügt für alle Sechs- bis 15-Jährigen ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, alle älteren benötigen eine FFP2/medizinische Maske). „Dieser muss getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann“, erklärt der Vorsitzende und verweist darauf, dass es genug Möglichkeiten für die Händehygiene gibt und Hinweisschilder zur Beachtung der aktuellen Schutzmaßnahmen aufgestellt werden.

Wenn man das alles beachtet und so wie in den letzten Wochen und Monaten gelernt, die Regeln einhält, dann steht einem schönen Fest nichts mehr im Weg. Gerade das Mittelalter fasziniert ja viele. Jetzt kann man zwei Tage ein bisschen in dieses Flair vergangener Zeiten eintauchen.

 

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