Almfest Die „heimliche Kirmes“ von Meiningen

Wolfgang Swietek

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause hatte der Meininger Almverein e.V. wieder zu seinem Sommerfest eingeladen.

Meist stehen sie mit ihren Festen im Schatten der großen Events in der Theaterstadt. Bestimmt sind andere Meininger Veranstaltungen überregional weit bekannter als das Almfest im Tiroler Weg. Dass es in Meiningen eine Alm gibt, wissen vielleicht noch nicht einmal alle Meininger. Doch die rund 65 Mitglieder des Meininger Almvereins haben sich davon nie entmutigen lassen, haben – noch vor Corona – sogar drei Tage hintereinander auf der Alm gefeiert. Der Freitagabend war meist der Jugend vorbehalten, der Samstag dann für „breitere Altersgruppen“, wie es Vereinsvorsitzende Claudia Hartmann formuliert, und der Sonntag dann wurde als ein Tag ganz in Familie gefeiert.

„Doch wir sind alle nicht jünger geworden“, bekennt die Vereinsvorsitzende, „und drei Tage in Folge stemmen wir einfach nicht mehr. Es hängt doch eine ganze Menge Arbeit daran, damit auch alles zur Zufriedenheit der Besucher klappt. Zumal wir gar nicht wussten, ob nach der zweijährigen Pause unser Fest überhaupt noch angenommen wird und nicht in Vergessenheit geraten ist.“

Deshalb hatten sie sich in diesem Jahr mit dem Veranstalter Sandro Gäde und seiner Firma Shake Enterprise Events noch einen Partner mit ins Boot geholt, der für die Getränke, für das Herzhafte vom Grill und für die Musik sorgte, die auch am Abend die rechte Party-Stimmung erzeugt hat. Das reichhaltige Kuchenbüfett allerdings wurde von den Frauen vom Verein selbst ausgerichtet, wofür Claudia Hartmann allen herzlich dankt, die dabei mitgeholfen haben.

Übrig geblieben von den drei Tagen war beim Neustart im Jahr 2022 der Familientag, der jedoch sehr gut angenommen worden ist, denn er bot für die ganze Familie etwas. Vom vielfältigen Kinderspaß bis zum kulinarischen Verwöhnen für die Erwachsenen.

So hat sich der „Aufstieg zur Alm“ auch für diejenigen gelohnt, die mangels Ortskenntnis diesen Weg zu Fuß unternommen haben. Weil sie die Schleichwege nicht kannten, um den herrlichen Festplatz mit dem Auto erreichen zu können.

Am Abend ging dann auf der Alm so richtig die Post ab. Das von vielen als „heimliche Kirmes von Meiningen“ titulierte Fest hat einen hoffnungsvollen Neustart erlebt.

 

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