Aktionswoche Pressefreiheit in der Schule

Alles, was zu den bundesweiten Aktionstagen rund um den Tag der Pressefreiheit am 3. Mai läuft, finden Interessierte auf der Homepage des Vereins „Journalismus macht Schule“.

Ein echtes Foto oder etwas nachbearbeitet oder komplett von einer KI-generiert? Das zu unterscheiden, ist auf dem ersten Blick fast nicht mehr möglich. Foto: Michael Reichel

Die weltweite Lage der Pressefreiheit befindet sich auf einem Tiefstand. Auch in Deutschland verschlechtert sich die Situation: Laut Reporter ohne Grenzen ist die Pressefreiheit zuletzt deutlich unter Druck geraten und Deutschland auf der Rangliste auf Platz 11 abgerutscht. Vor diesem Hintergrund weitet der gemeinnützige Verein Journalismus macht Schule e.V. (JmS) mit Sitz in Berlin rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026 abermals seine bundesweiten Schulbesuche aus. Ziel ist es, die Bedeutung freier Berichterstattung für eine funktionierende Demokratie sichtbar zu machen und die Nachrichten- und Informationskompetenz von Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu stärken.

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Seit Jahren nutzt der Verein den Internationalen Tag der Pressefreiheit als festen Anlass, um Journalistinnen und Journalisten aus unterschiedlichen Medien in die Klassenzimmer zu bringen. In Schulgesprächen vermitteln sie, wie Nachrichten entstehen, welchen Herausforderungen sie in ihrem Arbeitsalltag begegnen und warum eine unabhängige Presse unverzichtbar für demokratische Gesellschaften ist. Neben zahlreichen Lokaljournalisten verschiedener Medienhäuser in ganz Deutschland, unterstützen auch viele bekannte TV-Journalistinnen und Journalisten die Aktion.

Eine Übersicht aller Angebote, die auch zur Anmeldung führt, ist auf den jeweiligen Länderseiten der Webseite von Journalismus macht Schule zu finden und wird fortlaufend bis zum 3. Mai aktualisiert. „Wo Pressefreiheit unter Druck gerät, gerät auch die Demokratie ins Wanken. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen lernen, wie Journalismus funktioniert und warum verlässliche Informationen entscheidend sind“, wirbt Klaus Ott, 1. Vorstandsvorsitzender, von JmS.

Journalismus macht Schule erreicht 65.000 Schüler im Jahr

Neben der Aktion #PressefreiheitMachtSchule vermittelt Journalismus macht Schule auch ganzjährig Schulbesuche von Journalistinnen und Journalisten. Der Verein konnte gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Zahl der erreichten Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr erneut steigern – von 57.000 auf 65.000. Lehrkräfte können jederzeit über die Webseite von Journalismus macht Schule Schulbesuche anfragen und sich über weitere Angebote zur Förderung der Nachrichtenkompetenz informieren. JmS übernimmt dabei die Koordination und Organisation der Vermittlung.

In Mitteldeutschland, also in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wird die Aktion vom 4. Mai bis 8. Mai das erste Mal gemeinsam unter dem #PressefreiheitMachtSchule umgesetzt. Vereinzelte Aktionen finden bereits in der Woche davor statt.

Medienbildung in Mitteldeutschland: Gemeinsam für Pressefreiheit

Gemeinsam engagieren sich der MDR, die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, das Landesamt für Schule und Bildung Sachsen, Lie Detectors, die Bildungsinitiative Spreuweizen, die Thüringer Landesmedienanstalt sowie verschiedene Akteure aus Verlagen, Funk und Fernsehen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt, um Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften praxisnah Nachrichten- und Informationskompetenz zu vermitteln.

Im Rahmen von Veranstaltungen und Fortbildungen der beteiligten Partner werden unter anderem Themen wie Medienvertrauen und journalistische Arbeitsweisen aufgegriffen.

Darüber hinaus haben Lehrkräfte die Möglichkeit, Journalistinnen und Journalisten direkt in den Unterricht einzuladen. Digitale Angebote ergänzen das Programm.

journalismus-macht-schule.org/