Möchte man all den unheimlichen Geschichten Glauben schenken, so ist es wahrlich verwunderlich, dass dieses Tier das absolute Haustier Nummer 1 in Deutschland ist: die Katze. Lange Zeit galten die kleinen Raubtiere als wahre Unglücksbringer, wurden mit Hexerei und dunklen Mächten in Verbindung gebracht. Und noch heute wird es Menschen mit Hang zum Aberglauben mulmig zumute, wenn eine schwarze Katze von links nach rechts vorübergeht. Im Theater ist die Katze jedoch ein gern gesehener Gast. Warum? Ein kleiner Ausflug in das antike Ägypten bringt Aufklärung: Hier wurden Katzen nicht nur geduldet, sondern domestiziert. Mit ihrem Jagdtrieb sorgten sie dafür, dass sich Mäuse und andere Nagetiere nicht an den Vorräten der Bevölkerung bedienten. Ähnliches gilt auch fürs Theater, denn selbst ein Kostümfundus kann ein heimeliger Platz für Nagetiere sein. Und wer möchte schon in einem löchrigen Kleid oder einem angenagten Anzug auf der Bühne agieren? Soweit wie im alten Ägypten, wo die Katze sich sogar in Form der Göttin Bastet wiederfindet, gehen wir im Theater zwar nicht, dennoch ist und bleibt sie ein gern gesehener Gast.