Adventskalender des Staatstheaters Auf der Bühne besser nicht stolpern

Emil Schwarz als „Der dickste Pinguin vom Pol“ beim galanten Sprung von der Eisscholle auf der Meininger Bühne. Foto: /Christina Iberl

Auch in diesem Jahr möchte das Staatstheater Meiningen die Wartezeit auf die Bescherung wieder mit einem Adventskalender „versüßen“. Dieses Jahr entführt dieser in die wundersame Welt der Theatergesetze und gehen dem nach wie vor im Theater lebendigen Aberglauben auf die Spur.

Was mache ich, wenn ich auf der Bühne stolpere? Ich gehe den Weg noch einmal, aber warum?

Ganz klar, so soll das Unglück ferngehalten werden. Blöd nur, wenn dies nicht während einer Bühnenprobe, sondern während einer Vorstellung passiert. Da ist der Weg zurück und „entschuldigen Sie, liebes Publikum, wir müssten die Szene noch einmal machen“ nicht möglich.

Stolpern kann nicht nur sehr wehtun oder eine peinliche Situation hervorrufen, sondern vor allem Unglück bringen – im Theater sowie im Alltag. Generell heißt es, wer über eine Türschwelle stolpert, solle den Weg noch einmal gehen, um den „Hausgeist“ nicht zu verärgern und nicht mit Misserfolg bestraft zu werden. In Italien sollte man aufpassen, dass man eine Treppe nicht herunter stolpert, sonst steht womöglich ein größerer Geldverlust bevor.

Beim Hochgehen auf der Treppe zu stolpern, ist weniger gefährlich. Es bedeutet, man wird bald heiraten; das ist ja für einige sogar durchaus ein Grund zum Freuen. Wenn nun aber der Mann beim Tragen der Braut über die Türschwelle stolpert, wird das Eheleben nicht gerade glücklich,werden, so sagt man jedenfalls in Russland. Auf einer Bühne bleibt es aber meist bei einem kleinen Schmerz oder auch einer peinlichen Situation – aber wer weiß das schon wirklich genau?

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