Ob Winterwetter mit Schnee und Frost, Plusgrade im Nebelgrau oder gar Regen und Wind – ein Chrisamelmartbesuch gehört für viele Suhler und Gäste der Stadt zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit dazu. Daran ändern auch gepfefferte Glühwein- und Bratwurstpreise von mittlerweile vier Euro oder ein Handbrot für sage und schreibe sieben Euro nichts. Nahezu jeden Tag tummelt sich mit Einbruch der Dunkelheit viel Volk rings um den im Lichterglanz erstrahlenden Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz, um den Dianabrunnen und am Riesen-Adventskranz auf dem Unteren Markt. Runde auf Runde wird Glühwein bestellt, gern auch mit Schuss – und Aufpreis, versteht sich. Das Geld, es sitzt in diesen vorweihnachtlichen Tagen locker. Zumindest bei denen, die es sich leisten können. Andere, wie Familien mit Kindern oder Alleinerziehende, die den Euro zweimal umdrehen müssen, um in Zeiten allgemeiner Teuerung über die Runden zu kommen, bleiben indes aus. Das ist besonders an den Wochenenden festzustellen, wo längst nicht so viele Besucher wie in den Vorjahren zwischen den liebevoll dekorierten Verkaufsbuden unterwegs sind.