Achtung, Brandgefahr! Kerzen nicht an Ort mit starker Zugluft stellen

Annett Recknagel

Ein sicheres Weihnachtsfest wünscht die freiwillige Feuerwehr allen Familien und gibt Tipps zum Umgang mit Kerzenlicht.

Schmalkalden - Advent und Weihnachten im zweiten Coronajahr: 2021 wird das von den geltenden 2 oder 3-Regeln bestimmt. Wieder ist alles anders als gewohnt. Und doch etwas besser als 2020 – denn Kontaktbeschränkungen und Reisewarnungen gibt es diesmal nur wenige.

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Damit dürfte die Gemütlichkeit des Festes der Liebe nicht leiden. Bei Kerzenschein kommt weihnachtliche Stimmung auf. Zwei Kerzen am Adventskranz brennen schon. Das flackernde Licht erfreut und erfüllt.

Man fühlt sich sofort wohler – es ist behaglich und besinnlich, eben so, wie es vor dem Christfest und bis in die Epiphaniaszeit hinein sein sollte.

Doch Vorsicht – nur eine kleine Unachtsamkeit genügt und es ist vorbei mit der Gemütlichkeit. „Wir wünschen allen Bürgern frohe und natürlich auch sichere Weihnachten und einen ebensolchen Jahreswechsel“, sagt Schmalkaldens Stadtbrandmeister Michael Pfunfke und fügt hinzu: „Auch in Coronazeiten sollte man unbedingt an einen sorgsamen Umgang mit Kerzen denken.“

Keinesfalls dürften Kinder mit offener Flamme alleingelassen werden. „Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins“, weiß der Stadtbrandmeister. Leider fielen die an Kindereinrichtungen von Feuerwehrleuten durchgeführten Brandschutzerziehungen wegen der Corona-Pandemie aus. Deshalb sei es wichtiger denn je, wo sich die Möglichkeit biete, darauf aufmerksam zu machen, mit Kindern über das richtige Verhalten im Umgang mit Kerzen zu reden und es ihnen zu erklären.

Zudem weist der Stadtbrandmeister nachdrücklich darauf hin, Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz aufzubewahren. Weiter sollte man Kerzen nicht in die Nähe vom brennenden Gegenständen aufstellen. Geschenke dürfe man nicht unmittelbar in der Umgebung von brennenden Kerzen auspacken. Zu schnell könnte das Papier Feuer fangen.

Außerdem müsse man beachten, Kerzen nicht an einem Ort mit starker Zugluft aufzustellen. Sie gehörten immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung – möglichst außer Reichweite von Kinderhänden. Auch während der Mahlzeiten, die durch Kerzenschein noch einmal so stimmungsvoll werden, sollte der Blick ab und an in Richtung Adventskranz wandern.

Unbeaufsichtigt dürften brennende Kerzen ohnehin nicht bleiben, insbesondere dann nicht, wenn Kinder mit am Tisch sitzen. Zudem weist Pfunfke darauf hin, Kerzen an Gestecken und Kränzen, bevor sie endgültig heruntergebrannt sind, auszuwechseln.

Sollten den Weihnachtsbaum echte Kerzen schmücken, dann müssen sie von oben nach unten entzündet werden. „Zu löschen sind sie – ganz klar – in umgekehrter Reihenfolge“, so Pfunfke.

Bei elektrischen Lichterketten kommt es darauf an, die Steckdosen im Haushalt nicht zu überlasten. Weiter sollten die verwendeten Kerzen ein entsprechendes Prüfsiegel tragen.

Dass Rauchmelder das Risiko einer unbemerkten Brandausbreitung erheblich verringern, dürfte hinlänglich bekannt sein. In den Haushalten müssten diese Geräte vorschriftsmäßig angebracht sein. Rauchwarnmelder können im Handel oder beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes unkompliziert bestellt werden. „In diesem Jahr ist immer noch vieles anders“, sagt Pfunfke und appelliert noch einmal an die Bürger, insbesondere auch an Senioren, beim Umgang mit offenem Feuer vorsichtig zu sein. Sollte es aus welchen Gründen auch immer doch zu einem Brand kommen, dürfe man die Flammen nur dann selbst löschen, wenn man sich dabei nicht selbst in Gefahr bringe. In allen anderen Fällen sollte man die Tür zum Brandraum verschließen, die Wohnung verlassen und über den Notruf die Feuerwehr alarmieren. Weitere Informationen zur Sicherheit in der Adventszeit und zum Jahreswechsel sind unter www.dfv.de abrufbar.