Abwässer K+S leitet vorerst keine Kali-Lauge in Grube Springen

Der Bergbaukonzern K+S hat Probleme, seine Abwässer aus der Kalisalzaufbereitung loszuwerden. Ein Teil sollte in die stillgelegte Grube Springen geleitet werden. Diese Pläne liegen nun auf Eis.

 
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Ungesättigtes Salzwasser tritt hier in die Grube Springen ein. Foto: Martin Schutt/Symbolfoto

Springen - Die Pläne des hessischen Konzerns K+S zur Einleitung von Kali-Lauge in die stillgelegte Kaligrube Springen (Ortsteil der Stadt Bad Salzungen im Wartburgkreis) sind offenbar auf Eis gelegt. Das Regierungspräsidium in Kassel hat dem Vorhaben das sogenannte "Einvernehmen" versagt, bestätigte ein Konzernsprecher dem MDR Thüringen. So gäbe es unter anderem Bedenken, ob die Grube ausreichend gesichert sei. Konkret gehe es darum, dass die Abwässer möglicherweise einen Sicherheitspfeiler schädigen könnten. Dieser trennt die hessischen und thüringischen Gruben voneinander. Nur, wenn das Regierungspräsidium Kassel den Plänen zustimmt, können die Thüringer Bergbaubehörden das Vorhaben endgültig genehmigen.

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Ob K+S seine Laugenabwässer irgendwann in die stillgelegte Grube entsorgen darf, ist damit laut MDR wieder unklar. Von einem endgültigen Scheitern des K+S-Konzepts spreche dem Bericht zufolge bereits die Werra-Weser-Anrainerkonferenz - ein Verbund von Kommunen, Unternehmen und Verbänden, der die Geschäftsaktivitäten von K+S stets kritisch begleitet hat. Dem würden allerdings sowohl der Konzern als auch die zuständigen Bergbaubehörden in Hessen und Thüringen widersprechen. In den kommenden Wochen solle es weitere Gespräche geben, in denen K+S die Unbedenklichkeit des Konzepts erneut nachweisen müsse.