Abstimmung Bankenfusion klar gemacht

Tobias Herzog, Markus Feser, Michael Reif, Markus Merz, Bernhard Kröner, Peter Klett, Frank Hefner (von links). Foto:  

Die Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld und der VR-Bank Schweinfurt fusionieren. Vertreter beider Banken stimmten klar für die Verschmelzung.

Meiningen/Schweinfurt/Bad Neustadt - Nach einer gelungenen Abstimmung, bei der die Vertreterinnen und Vertreter beider Banken mit einem beeindruckenden Ergebnis (Zustimmungsquote Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG 97 Prozent, VR-Bank Schweinfurt eG 96 Prozent) einem Zusammenschluss der beiden Volksbanken zustimmten, machte das positive Ergebnis den Weg zur Verschmelzung frei.

Die Entscheidung der Vertreterinnen und Vertreter der VR-Bank Schweinfurt eG fiel bereits am 12. Juli. Das positive Ergebnis der außerordentlichen Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG am 14. Juli besiegelte dann die avisierte Fusion.

Der Zusammenschluss der beiden Banken erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2021. Aus einer Position der Stärke entsteht nun die VR-Bank Main-Rhön eG mit einer Bilanzsumme von 2,5 Mrd. Euro, die von über 50 000 Mitgliedern, 106 000 Kunden und knapp 400 Mitarbeitern getragen wird.

Die fusionierte Genossenschaft wird ihren juristischen Sitz in Schweinfurt haben, aber eine dezentrale Aufstellung mit zwei Verwaltungssitzen in Bad Neustadt und Sennfeld verfolgen. Dies äußert sich auch in zwei sogenannten Marktbereichen, „Main“ für das Geschäftsgebiet aus der Schweinfurter Bank und „Rhön“ für das Gebiet Rhön-Grabfeld und Südthüringen. Geleitet wird die VR-Bank Main-Rhön eG von den beiden Vorstandssprechern Frank Hefner und Markus Merz sowie den Vorstandsmitgliedern Tobias Herzog, Markus Feser und Michael Reif.

Frank Hefner und Markus Merz sind sich einig: „Mit dem Zusammenschluss kommen zwei faire und verlässliche Partner zusammen, die wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Es ist eine Fusion aus der Position der Stärke und auf Augenhöhe - hier verschmelzen zwei Banken, weil sie wollen und nicht weil sie müssen.“

Es entsteht eine moderne Flächenbank mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 90 Kilometern, die das regional geprägte Filialnetz mit den Kundenanforderungen an eine digitale Abwicklung von Bankgeschäften verbindet.

Seit Generationen sind beide Genossenschaftsbanken erfolgreich tätig und in ihrer Region verwurzelt. Die geschäftspolitische Ausrichtung der Häuser ist nahezu identisch und beide Banken sind betriebswirtschaftlich stark und kerngesund. Deshalb ist auch nicht notwendig, im Zuge der Fusion die regionalen Marktstrukturen zu verändern oder gar zu zentralisieren. Ganz im Gegenteil: Der dezentrale Versorgungsansatz mit schnellen Entscheidungen vor Ort durch die etablierten Mitarbeitern und Führungskräfte in den Regionen Main und Rhön wird durch Synergie-Effekte in den der unmittelbaren Kundenbetreuung zuarbeitenden oder nachgelagerten Funktionsbereichen abgesichert.

„Die Konstellationen der beiden Banken sind ideal, um den Kunden ein noch besseres Angebot machen zu können und langfristig genossenschaftliches Banking sicherzustellen“, betonen die beiden jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Kröner aus Schweinfurt und Peter Klett aus Bad Neustadt. Zukünftig wird Kröner den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen, Klett wird sein Stellvertreter.

Aktuell ist für alle Banken der Verfall des Zinsertrags herausfordernd und sie unterliegen gleichzeitig einem erheblichen Wettbewerbsdruck auch aus ursprünglich bankfremden Branchen. Außerdem werden durch den stetigen Anstieg der regulatorischen Anforderungen die personellen und finanziellen Ressourcen stark belastet.

Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, wollen die Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG und die VR-Bank Schweinfurt eG ihre Kräfte bündeln und als VR-Bank Main-Rhön eG die Weichen für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft als starke Genossenschaftsbank in der Region stellen.

„Mit der Fusion möchten wir eine starke regionale Omnikanalbank schaffen, die ihre Leistungsfähigkeit nochmals erhöht und die Attraktivität als Arbeitgeber steigert. Ganz nach unserem Fusionsmotto „Gemeinsam – Zukunft – Gestalten“ schauen wir als Einheit zuversichtlich in die Zukunft und sagen: „Morgen kann kommen“, so Merz und Hefner.

 

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