Absage Schlittenhunderennen scheitert an Corona

In diesem Jahr wird es kein Schlittenhunderennen geben. Foto:Marina Hube Foto:  

Trotz Sport in der Natur und Hygienekonzept, das Schlittenhunderennen darf nicht stattfinden. Dabei bietet gerade dieser Winter alles, was einen guten Winter ausmacht.

Frauenwald - Anfang Februar sollte das 26. internationale Schlittenhunderennen in Frauenwald stattfinden. Veranstalter ist der Schlittenhundesportclub Thüringen (SSCT). Dieser hat im Vorfeld ein Hygienekonzept erarbeitet, um in Zeiten der Corona-Pandemie dieses Rennen durchführen zu können. Seitens des Landratsamtes Ilm-Kreis wurde die Veranstaltung verboten. Das Landratsamt beruft sich auf die Thüringer Sars-Cov-2-Sondereindämmungsmaßnahmenverordnung. Nach dieser wird jeglicher Freizeitsport und organisierter Sportbetrieb untersagt. „Lediglich kontaktloser Individualsport, allein oder zu zweit ausgeübt, ist möglich. Bezogen auf Schlittenhunde bedeutet das, dass nur ein einzelner Musher für sich allein derzeit seinen Sport in Thüringen ausüben darf; im Rahmen einer Veranstaltung mit mehreren oder vielen Teilnehmenden ist das nicht möglich.“

Trotz eines vorliegenden „ausgefeilten, guten Infektionsschutzkonzeptes wie dem Ihren“ sind Ausnahmen nicht möglich. Bei dem Antwortschreiben aus dem Landratsamt an Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Ebert wird auf die Ausnahme vom Verbot für den Trainings- und Wettkampfbetrieb von Profisportvereinen und olympischen Kaderathleten hingewiesen. Zwar könne sich mit der befristeten Verordnung noch etwas ändern, aber Ebert ist Realist und rechnet auch für Februar nicht mit einer Lockerung der Auflagen.

Frauenwald steht für den Schlittenhundesport bereit, sagte Ortsbürgermeister Frank Amm zu einer Zeit, als die Einschränkungen noch nicht in dieser Form galten. Es sei bei ausreichender Schneehöhe kein großer Aufwand, den für die Schlittenhunde benötigten Parcours herzurichten, denn die Winterwanderwege seien eh präpariert und für den Schlittenhundesport müsste nur etwas umpräpariert werden. Doch nun werden selbst für ein Training keine Musher mit Tieren anreisen.

 

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