Abfuhr für die weiße Pracht Eine dicke Packung Schnee für die Stadt

Die weiße Pracht ist da. Am Wochenende ist es dicke gekommen. Auch in Suhl. Hier war der Winterdienst quasi rund um die Uhr im Einsatz. Nun wird der Schnee dort abgefahren, wo die Straßen zu eng geworden sind.

Suhl - Die Schnee-Packung, die auch auf Suhler Straßen vom Himmel fiel, ist groß. Insbesondere am Sonntag schneite es ohne Unterlass. Wer selbst vor seinem Haus oder auf den Gehwegen schippen musste, hat es erlebt: Ist man an dem einen Ende fertig, kann man von vorn wieder anfangen.

Genau so erging es dem Winterdienst, der in den Händen des Eigenbetriebes Kommunalwirtschaftliche Dienstleistungen Suhl (KDS) liegt. „Alle Fahrer, die wir hatten, waren im Einsatz. Es sind am Wochenende fünf große Räumfahrzeuge und neun kleinere gefahren. Und wir sind froh, dass wir keine technischen Ausfälle hatten“, sagt Nicole Seime, Mitarbeiterin in der Abteilung Straßenunterhalt/Winterdienst des Eigenbetriebes KDS, auf Nachfrage von „Freies Wort“. Für die Schneemassen, mit denen sich die Kollegen konfrontiert sahen, sei es ganz gut gelaufen. Größere Beschwerden habe es jedenfalls nicht gegeben. Auch nicht seites der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft (SNG) oder der Polizei.

Dass es zu Beeinträchtigungen kam, war nicht zu verhindern. Zumal der Schnee im Laufe des Sonntages zunehmend nasser wurde. Jetzt gehen die Mitarbeiter des Eigenbetriebes daran, dort den Schnee abzufräsen und wegzufahren, wo die Straßen besonders eng geworden sind. „Wir beginnen in den Höhenlagen – im Ortsteil Goldlauter-Heidersbach beispielsweise“, stellt Nicole Seime in Aussicht.

Hier habe es am Wochenende eher kleinere Probleme gegeben, sagt Ortsteilbürgermeister Matthias Gering. Manche Straßen aber seien sehr eng geworden. „Im Wiesengrund ist die Einbahnstraßenregelung bereits in Kraft gesetzt worden, in der Tränkstraße muss das noch gemacht werden.“ Der Ortschef ist besonders froh darüber, dass auf der Umleitungsstrecke, die aufgrund der Baustelle in der Zellaer Straße noch immer notwendig ist, alles gut mit dem Winterdienst geklappt hat. Er hatte Befürchtungen, dass Fahrzeuge an den Steigungen in Richtung Flugplatz hängen bleiben könnten. Neben den Schneebergen türmt sich noch ein anderes Problem auf. „Wir haben mit etlichen Bäumen zu tun, die aufgrund der Schneelast, die wegen der steigenden Temperaturen noch größer geworden ist, um- oder abgebrochen sind. Da gibt es einiges aufzuräumen“, sagt Matthias Gering.

Schnee wird aber auch in Suhl-Nord gefräst und abgefahren und in der Carl-Fiedler-Straße. Hier werden zeitweise Halteverbotszonen eingerichtet, damit die Schneeabfuhr reibungslos vonstatten gehen kann. Das soll nun so zügig wie möglich passieren, damit nicht erst der Frost die Schneemassen in Beton umwandelt. Zudem soll der an und auf die Gehwege geschobener Schnee entfernt werden, um auch hier wieder eine ordentliche Breite haben zu können.

Winterdienst muss vom Eigenbetrieb auf einem etwa 205 Kilometer großen Streckennetz sowie auf rund 80 Gehweg-Kilometern, auf 23 Parkflächen, auf 66 Behindertenparkplätzen, an Bushaltestellen, auf Friedhöfen sowie Fußgängerüberwegen und -tunnels geleistet werden. Dazu kommen weitere 20 Kilometer Fahrbahn und zwölf Kilometer Gehwege, die von Subunternehmen betreut werden.

Da es technisch und personell nicht möglich ist, bei Schnee oder Glatteis alle Fahrbahnen und Gehwege gleichzeitig zu räumen und zu streuen, werden die Straßen innerhalb der Ortslage in der Reihenfolge ihrer Verkehrsbedeutung in Dringlichkeitsstufen eingeordnet. Zuerst werden Hauptverkehrsstraßen sowie gefährliche Verkehrswege geräumt beziehungsweise gestreut. Besondere Beachtung finden Straßen, auf denen sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bewegt. Gemeindestraßen und Radwege stehen auf der Prioritätenliste ziemlich weit unten.

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